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Schweigegeldaffäre - Weiterer Vertrauter setzt Trump unter Druck

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In der Affäre um mögliche Schweigegeldzahlungen gerät Trump immer mehr unter Druck. Nun könnte ihn auch sein Vertrauter Weisselberg belasten. Ihm wurde Immunität zugesichert.

Die Ausländerpolitik von Donald Trump steht in der Kritik.
Der Druck auf Donald Trump wächst.
Quelle: Andrew Harnik/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump gerät in der Schweigegeld-Affäre immer stärker unter Druck. Allen Weisselberg rückte am Freitag in den Fokus. Er ist eine Schlüsselfigur aus Trumps Firmenkonsortium. Das "Wall Street Journal", der Sender NBC News und andere US-Medien berichteten, Weisselberg sei im Zuge der Ermittlungen gegen Trumps Anwalt Michael Cohen Immunität zugesichert worden.

Weisselberg habe den Ermittlern Informationen über Cohen gegeben, schrieb die Zeitung unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Trump sagte derweil am Freitag überraschend eine für nächste Woche geplante Reise seines Außenministers Mike Pompeo nach Nordkorea ab. Er begründete das damit, dass es nicht genügend Fortschritte bei der atomaren Abrüstung gebe. Pompeo hatte die Reise allerdings erst am Vortag öffentlich angekündigt.

Trump-Anwalt räumt Schweigegeldzahlungen ein

Die für Trump wohl herausforderndste Phase seiner Präsidentschaft hatte am Dienstag begonnen, als sein langjähriger Anwalt Michael Cohen sich vor einem Gericht in New York schuldig bekannte und aussagte, er habe im Auftrag Trumps Schweigegelder an zwei Frauen gezahlt. Die beiden behaupten, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben. Das Geld soll gezahlt worden sein, um Schaden vom Wahlkampf des damaligen Präsidentschaftskandidaten abzuwenden. Es wäre damit ein Wahlkampfbeitrag, der strengen gesetzlichen Vorschriften unterliegt.

Die Zahlungen gingen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels und das Ex-Playmate Karen McDougal und waren Cohen später von Trump erstattet worden. Dem Bericht des Senders NBC zufolge handelt es sich bei Weisselberg um denjenigen Manager in der Trump Organisation, dem Cohen eine Rechnung mit der Bitte um Begleichung geschickt hatte. Dies sei die Rechnung gewesen, die zur Erstattung von Schweigegeld geführt hat, das Cohen vorher gezahlt hatte. Dabei soll es um die Zahlung von 130.000 Dollar an Stormy Daniels gegangen sein.

Die "Washington Post" berichtete, Weisselberg habe nicht gewusst, wofür das Geld gewesen sei und habe die Erstattung aufgrund von Cohens langjähriger Rolle als Trumps Berater genehmigt. Die Zeitung berief sich dabei auf eine Person, die mit der Sache vertraut sei.

Schweigegeld offenbar als "Rechtskosten" deklariert

Den Berichten zufolge hat Weisselberg einen weiteren Manager der Trump Organisation angewiesen, die Rechnung zu begleichen. "Bitte aus dem Trust bezahlen", habe es in einer E-Mail geheißen, berichtete NBC News. Die Anweisung habe enthalten, die Zahlung als "Rechtskosten" zu deklarieren und in der Beschreibung die Bezeichnung "Pauschale für Januar und Februar 2017" zu verwenden.

Weisselberg gilt als Schlüsselfigur im Blick auf die Finanzen von Trumps Firmenkonsortium. Er fing in den 70-er Jahren bei der Organisation an, als Trumps Vater Fred das Unternehmen führte. Inzwischen ist er einer der Treuhänder, denen Trump die Geschäfte übertragen hat, als er sie nach seiner Wahl zum Präsidenten abgegeben hatte. Insider sagten dem Sender CNN, Weisselberg kenne jeden Schritt der Trump-Geschäfte, von der Steuererklärung bis zu Firmenverkäufen.

Das "Wall Street Journal" schrieb, Weisselberg sei vor einiger Zeit von einer Grand Jury vorgeladen worden und habe dann mit Ermittlern gesprochen. Die Zeitung wies aber darauf hin, dass sie nicht habe klären können, ob Weisselberg den Ermittlern gesagt habe, ob Trump von den Schweigegeldzahlungen gewusst habe.

Verleger David Pecker belastet Trump

Das "Wall Street Journal" hatte zuvor berichtet, dass Ermittler dem Trump wohlgesonnenen Verleger David Pecker Immunität gewährt hätten. Er soll eine belastende Story über Trump zurückgehalten und nicht abgedruckt haben. Pecker habe sich mit den Ermittlern getroffen und ihnen Details zu den von Cohen arrangierten Zahlungen dargelegt. Dabei sei es auch um Trumps Wissen über den Deal gegangen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Mit Peckers Aussage hätten die Ermittler nun Erklärungen von mindestens zwei Personen, dass Trump von den Zahlungen gewusst habe, zitierte die Zeitung eine der Quellen.

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