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Trump vor der APEC - Jedes Land soll für sich selbst sorgen

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Für ihn gilt weiterhin "America First": Donald Trump fordert in seiner Rede beim APEC-Gipfel die Vertreter der Teilnehmerländer auf, dem eigenen Land immer den Vorzug zu geben.

Donald Trump am 10.11.2017 in Da Nang (Vietnam)
Donald Trump am 10.11.2017 in Da Nang (Vietnam) Quelle: reuters

US-Präsident Donald Trump leitet einen radikalen Kurswechsel der USA in der Region Asien-Pazifik ein. In seiner Rede beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) im vietnamesischen Da Nang zeichnete der US-Präsident am Freitag das Bild einer wirtschaftlich enorm starken Region - verteidigte gleichzeitig jedoch mit Nachdruck seine "America First"-Doktrin. "Wir werden nicht mehr zulassen, dass die USA ausgenutzt werden", sagte Trump. "Ich werde Amerika immer den Vorzug geben, genauso wie ich von Ihnen allen hier im Raum erwarte, dass Sie Ihrem Land den Vorzug geben."

"Chronischen Handelsmissbrauch nicht tolerieren"

Trumps Rede bedeutet im Kern eine radikale Abkehr der USA von multilateralen Bündnissen, an deren Stelle aus seiner Sicht isolierte Verträge zwischen einzelnen Ländern treten sollten. Er überhäufte die Teilnehmerstaaten des Gipfels zwar immer wieder mit Lob. Zugleich warf er ihnen aber vor, mit ihren Handelspraktiken den US-Interessen zu schaden. Die USA würden "chronischen Handelsmissbrauch nicht tolerieren", sagte der US-Präsident. Man böte jedem Land die Hand, das sich "an die Regeln halte". Wer dies nicht tue, müsse mit Konsequenzen rechnen. Trump wirft vor allem China seit langem unfaire Handelspraktiken und den Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Trump hatte kurz nach seinem Amtsantritt das nach jahrelangen Verhandlungen abgeschlossene Freihandelsabkommen TPP gekündigt, da es nach seiner Auffassung die USA benachteiligt. Für die meisten Pazifikanrainer waren die USA lange Jahre das große, starke Gegengewicht zu China. Die verbleibenden elf Vertragspartner wollen gleichwohl ohne die USA gemeinsam weitergehen.

Für Xi Jinping ist Globalisierung "unumkehrbarer historischer Trend"

Der chinesische Staatschef Xi Jinping sagte in seiner Rede beim APEC-Gipfel, die Globalisierung sei ein "unumkehrbarer historischer Trend". Allerdings müsse der Freihandel "offener, ausgewogener, gerechter und nützlicher für alle" werden.

APEC - Wirtschaftsmacht rund um den Pazifik

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