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Roger Stone zu Haft verurteilt

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Trump-Vertrauter vor Gericht - Roger Stone zu Haft verurteilt

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Für 40 Monate muss der umstrittene US-Politberater Roger Stone wegen der Russland-Affäre ins Gefängnis. Präsident Trump kritisierte das Verfahren gegen seinen Vertrauten.

Trump-Vertrauter Roger Stone.
Lange Haftstrafe für den US-Politikberater Roger Stone.
Quelle: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Ein Vertrauter von US-Präsident Donald Trump, Roger Stone, ist wegen seiner Vergehen im Zusammenhang mit der Russland-Affäre zu einer Haftstrafe von mehr als drei Jahren verurteilt worden. Das berichten mehrere US-Medien übereinstimmend.

Die Haftstrafe, die demnach 40 Monate betragen soll, fällt deutlich geringer aus als die Staatsanwälte empfohlen hatten. Die Ankläger hatten eine Haftstrafe von sieben bis neun Jahren Gefängnis empfohlen. Trump hatte das vorgeschlagene Strafmaß scharf kritisiert.

Ankläger wollten sieben bis neun Jahre Haft

Der Fall Stone hatte zuletzt für erhebliche Aufregung gesorgt. Die Ankläger hatten dem Bundesgericht in Washington angesichts der Schwere von Stones Vergehen eine Haftstrafe von sieben bis neun Jahren Gefängnis empfohlen.

Im Anschluss machte Trump seiner Wut auf Twitter Luft. Er kritisierte das vorgeschlagene Strafmaß scharf und sprach von einer "Verfehlung der Justiz". Normalerweise stellt sich das Justizministerium nicht gegen Empfehlungen von Staatsanwälten. Nach Trumps Äußerungen erklärte die Behörde allerdings, der Vorschlag der Ankläger sei "exzessiv und ungerechtfertigt".

Ministerium hat sich eingemischt

Das Ministerium empfahl dem Gericht ein "deutlich geringeres" Strafmaß. Alle vier mit dem Fall befassten Staatsanwälte erklärten daraufhin ihren Rücktritt, was weithin als Protest gegen die offenbar politisch motivierte Einmischung der Regierung in den Fall verstanden wurde.

Trump wies den Vorwurf der Einflussnahme zurück - sah von weiteren Äußerungen zu dem Fall aber nicht ab. Aus seiner Sicht ist Stone ein Opfer der "illegalen" Russland-Ermittlungen. Trump hatte einen Bericht über die anstehende Verkündung des Strafmaßes auch nach dem Richterspruch noch prominent auf seinem Twitter-Profil platziert. Es gab Spekulationen, wonach Trump Stone begnadigen könnte.

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