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Letzte Rebellenhochburg - Trump warnt vor Angriff auf Idlib

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Donald Trump befürchtet eine "menschliche Tragödie" bei einem Angriff auf das syrische Idlib. Er warnt Russland, Iran und Syrien daher eindringlich vor einem Sturm auf die Stadt.

Archiv: Explosion in der Stadt Idlib in Syrien, aufgenommen am 29.08.2018
Explosion in der Stadt Idlib in Syrien (Archivbild) Quelle: ap

"Präsident Baschar al-Assad von Syrien darf die Provinz Idlib nicht unbesonnen angreifen", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Die Russen und Iraner würden einen schweren humanitären Fehler machen, sich an dieser potenziellen menschlichen Tragödie zu beteiligen."

Derzeit wird mit einer baldigen Offensive in der letzten syrischen Rebellenbastion gerechnet. "Hunderttausende Menschen könnten getötet werden. Lasst das nicht geschehen!", schrieb Trump mit Blick auf die drohende Offensive in Idlib. Die Provinz im Nordwesten des Landes wird überwiegend von islamistischen Rebellen kontrolliert. Assad hat in den vergangenen Wochen eine große Zahl von Truppen um Idlib zusammengezogen.

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Iran will Syrien bei "Ausrottung der Terroristen" unterstützen

Russland und Iran betonen, dass Extremistengruppen in Idlib besiegt werden müssen. Es wird erwartet, dass beide Länder die syrischen Regierungstruppen bei einer Offensive unterstützen. Trumps Warnung kam nach einem unangekündigten Besuch des iranischen Außenministers Mohammed Dschawad Sarif in Damaskus. Bei dem Treffen am Montag mit Assad ging es um "Tagesordnungspunkte des Dreiertreffens" am Freitag in Teheran, wie Assads Büro im Messengerdienst Telegram mit Blick auf den bevorstehenden Gipfel der Staatschefs der Türkei, Russlands und Irans mitteilte.

Karte: Syrien - Aleppo-Idlib-Homs-Damaskus
Idlib ist nach sieben Jahren Bürgerkrieg die einzige Region in Syrien, die noch teilweise unter Kontrolle der Aufständischen ist.

Dabei soll es um die Zukunft des Bürgerkriegslandes Syrien gehen. Der iranische Außenamtssprecher Bahram Ghassemi hatte vor dem Treffen Sarifs und Assads am Montag gesagt, der Iran werde die syrische Regierung "weiterhin in ihren Bemühungen zur Ausrottung der Terroristen" unterstützen und sie bei ihrer kommenden Kampagne in Idlib "beraten und unterstützen".

Türkei befürchtet Massenflucht

In der Region Idlib leben fast drei Millionen Menschen, davon 1,4 Millionen Vertriebene aus anderen Landesteilen. Da die Aufständischen dort keine Ausweichmöglichkeit innerhalb Syriens haben, drohen erbitterte Kämpfe - oder eine Massenflucht in die Türkei. Zuvor hatten bereits die Vereinten Nationen, Papst Franziskus und Hilfsorganisationen vor einer im Syrienkrieg beispiellosen humanitären Katastrophe im Falle einer Idlib-Offensive gewarnt.

Auch Großbritannien und Frankreich zeigten sich zuletzt besorgt über die sich abzeichnende Offensive. Die USA, Frankreich und Großbritannien warnten im August zudem eindringlich vor dem Einsatz von Chemiewaffen in Idlib. Die drei Staaten erklärten, sie seien "entschlossen zu handeln, sollte das Assad-Regime erneut Chemiewaffen einsetzen".

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