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Neue Rassismus-Vorwürfe - Trump-Attacke auf afroamerikanischen Politiker

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Wieder ausfällig geworden: US-Präsident Donald Trump hat mit Twitter-Äußerungen über den afroamerikanischen Abgeordneten Elijah Cummings erneut Rassismus-Vorwürfe auf sich gezogen.

Trump schrieb am Samstag bei dem Kurzbotschaftendienst in mehreren Tweets herablassend über der mehrheitlich von Schwarzen bewohnte Stadt Baltimore, die teilweise zum Wahlkreis von Trump-Kritiker Elijah Cummings gehört. "Cummings Wahlkreis ist ein widerliches, von Ratten und Nagern befallenes Drecksloch", schrieb Trump wörtlich. Es sei der "schlimmste" und "gefährlichste" Ort der USA.

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Der Twitter-Account des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump
Account des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump
Quelle: ap / J. David Ake

"Kein Mensch würde dort leben wollen", fuhr Trump in seiner Twitter-Tirade fort. Damit zielte er offenkundig auf die Kritik des Demokraten Cummings an seiner verschärften Asyl-Politik an der Grenze zu Mexiko. Cummings habe sich über "großartigen Männer und Frauen des Grenzschutzes" und die Lage an der Südgrenze der USA ausgelassen, während "sein Baltimore-Wahlkreis weitaus schlimmer und gefährlicher" sei.

Trump griff Cummings auch direkt an und bezeichnete ihn als "brutalen Tyrannen". In einem weiteren Tweet unterstellte der Präsident seinem politischen Gegner kriminelle Misswirtschaft: "Wo ist das Geld hin? Wieviel wurde gestohlen?"

Demokratische Politiker entrüstet

Trump erntete wie schon vor Kurzem für als rassistisch kritisierte Äußerungen über mehrere demokratische Politikerinnen erneut eine Sturm der Entrüstung. Die Vorsitzende des Abgeordnetenhauses Nancy Pelosi nannte Trumps Twitter-Botschaften "rassistisch". Cummings sei ein angesehener Kollege und trete für Bürgerrechte und wirtschaftliche Gerechtigkeit ein. "Wir alle weisen die rassistischen Attacken gegen in zurück." Der demokratische Bürgermeister von Baltimore, der afroamerikanische demokratische Politiker Bernard Young kritisierte Trumps Rhetorik als "schmerzlich und gefährlich" sowie "völlig unannehmbar".

Cummings selbst twitterte seine Antwort: "Herr Präsident, ich kehre täglich in meinen Wahlkreis nach Hause zurück. Jeden Morgen wache ich auf, und ich gehe raus und kämpfe für meine Nachbarn. Es ist meine verfassungsgemäße Pflicht, die Aufsicht über die Exekutive auszuüben. Aber es ist meine moralische Pflicht, für meine Wähler zu kämpfen."

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Cummings ist Vorsitzender des Ausschusses für Aufsicht und Reformen im Repräsentantenhaus. Er ist ein scharfer Trump-Kritiker und hatte zuletzt Untersuchungen zu den Zuständen in Sammellagern für Migranten an der US-Grenze angestoßen.

Erinnerung an Attacken gegen vier Frauen

Das US-Repräsentantenhaus hatte erst Mitte des Monats "rassistische Kommentare" Trumps gegen vier demokratische Abgeordnete scharf verurteilt. Der Präsident hatte zuvor mit fremdenfeindlichen Tiraden gegen Abgeordnete mit Migrationshintergrund für Empörung gesorgt.

Er warf Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Rashida Tlaib und Ayanna Pressley unter anderem vor, die USA zu "hassen", und rief sie auf, in die Herkunftsländer ihrer Familien zurückzugehen. Drei der vier angegriffenen Frauen sind in den USA geboren. Die Attacken wurden in den USA und auch im Ausland scharf kritisiert.

Der Twitter-Account des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump

Ein Monat Wahlkampf - Die gesammelten Twitter-Angriffe von US-Präsident Trump 

"Bösartig", "betrügerisch", "Dreckskerl": Seit einem Monat ist Donald Trump offiziell im Wiederwahlkampf. Beleidigungen und Attacken auf Twitter gehören zu Trumps Strategie.

von Lucas Eiler
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