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Nach Massaker - Trump will in Las Vegas Trost spenden

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US-Präsident Donald Trump will heute in Las Vegas den Hinterbliebenen des Massenmords Trost spenden. In den vergangenen Tagen hatte er bereits erklärt, Polizei und Rettungskräfte hätten ein noch größeres Blutbad verhindert. Dazu, dass der Schütze Dutzende Waffen besaß, äußerte er sich bisher nicht.

Drei Tage nach dem Blutbad in Las Vegas geht die Suche nach dem Motiv des Täters weiter. Hätten strengere Waffengesetze die tödlichen Schüsse verhindern können?

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Trump verzichtete bisher darauf, sich dezidiert zur Waffenproblematik in den USA zu äußern, was zu sarkastischen Bemerkungen in Medien und sozialen Netzwerken führte. "Beten alleine reicht nicht", sagte der Entertainer Jimmy Kimmel. Die Hoffnung auf eine strengere Waffengesetzgebung ist jedoch gering. Umfragen zufolge gibt es keine klare Mehrheit in der US-Bevölkerung für eine straffere Gesetzgebung.

Ermittler hoffen auf Erkenntnisse durch Freundin

Die Ermittler erhoffen sich neue Erkenntnisse zur völlig mysteriösen Motivlage des Täters Stephen Paddock von dessen Freundin. Sie war nach einem Besuch auf den Philippinen am Dienstagabend (Ortszeit) in die USA zurückgereist und sollte umgehend in Los Angeles vernommen werden. Die 62-Jährige ist Medienberichten zufolge australische Staatsbürgerin mit philippinischen Wurzeln.

Beamte der Bundespolizei FBI hätten die Frau in Empfang genommen. Sie gilt unter Ermittlern als "Person von Interesse". So bezeichnen Ermittler Menschen, von denen sie sich wichtige Informationen versprechen, die aber gegenwärtig nicht zwangsläufig als Tatverdächtige eingestuft werden.

Zuvor war bekanntgeworden, dass Paddock etwa 100.000 Dollar auf die Philippinen überwiesen hatte. Zunächst lagen aber keine Angaben darüber vor, wann er das Bankgeschäft erledigte und an wen das Geld konkret ging.

Verbrechen umfassend geplant

Der 64-jährige Paddock hatte am Sonntagabend (Ortszeit) von seinem Zimmer im 32. Stock eines Hotels auf Besucher eines Open-Air-Konzerts gefeuert. Nach Aussage des zuständigen Gerichtsmediziners hatten bisherige Angaben über 59 Tote den Schützen in der Zählung eingeschlossen. Paddock hatte sich selbst getötet, als eine Spezialeinheit der Polizei sein Hotelzimmer stürmte. Die Zahl der Verletzten korrigierte Bezirkssheriff Joseph Lombardo am Dienstag mit gut 500 leicht nach unten.

Derweil häufen sich die Hinweise darauf, dass Paddock seine Tat "umfassend" vorbereitet hatte, wie es Lombardo am Dienstag formulierte. Nach weiteren offiziellen Angaben fand die Polizei neben mehr als 20 Schusswaffen in der Hotelsuite im Mandalay Bay Hotel auch eine Kamera, die im Guckloch der Eingangstür installiert war. Zwei weitere waren im Flur angebracht. Nach Polizeiangaben sollten sie Paddock offenkundig beim Eintreffen von Polizisten vorwarnen.

An zwölf Waffen seien zudem Vorrichtungen entdeckt worden, die das Abfeuern von Schüssen beschleunigen können, eine halbautomatische Waffe quasi zu einer automatischen machen. Ein Experte sprach bei CNN von 900 Schuss pro Minute, die Paddock abfeuern konnte.

Insgesamt 47 Waffen sichergestellt

US-Fernsehsender zeigten am Dienstag offensichtliche Polizeiaufnahmen aus dem Hotelzimmer, die nach der Tat gemacht wurden. Darauf sind unter anderem Waffen und zahlreiche Hülsen zu sehen. Ein Foto soll den leblosen Körper des Schützen auf dem Boden zeigen. Wie die Aufnahmen zu den Medien gelangten, wurde nicht bekannt. Lombardo nannte den Vorgang "besorgniserregend". Die Polizei leitete eine interne Untersuchung ein.

Insgesamt stellte sie nach jüngsten Angaben vom Dienstagabend (Ortszeit) im Hotelzimmer und in zwei Häusern des Täters in Mesquite und in Reno 47 Schusswaffen sicher. Sie seien in Utah, Kalifornien, Texas und Nevada gekauft worden. Außerdem wurden Tausende Schuss Munition und Sprengstoff entdeckt - ein gewaltiges Arsenal.

Vor diesem Hintergrund ist die Debatte über die nach Ansicht von Kritikern viel zu laschen amerikanischen Waffengesetze wieder voll entbrannt. Der Chef der demokratischen Minderheit im Senat, Charles Schumer, forderte in einer Rede in der Kongresskammer "vernünftige Reformen". Man könne das Böse oder den Wahnsinn nicht von der Erde verbannen, sagte Schumer. "Aber wir müssen tun, was in unserer Macht steht, um unser Land zu einem sichereren Ort zu machen."

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