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Nach historischem Korea-Treffen - Trump bleibt bei Sanktionen gegen Nordkorea

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Druck bis zur vollständigen Denuklearisierung: Auch nach dem historischen Korea-Gipfel hält US-Präsident Trump an den Sanktionen gegen das Regime von Kim Jong Un fest.

Donald Trump und Kim Jong Un auf einem Fernsehbildschirm in Seoul
Kim Jong Un und Donald Trump auf einem Fernsehbildschirm in Seoul. Quelle: ap

US-Präsident Donald Trump will den wirtschaftlichen Druck auf Nordkorea aufrechterhalten. Die Sanktionen blieben in Kraft, sagte Trump am Freitag. Er wolle die Fehler früherer Regierungen nicht wiederholen. Der Druck werde bis zur vollständigen Denukluearisierung beibehalten. Zuvor hatten sich Nord- und Südkorea bei einem Gipfeltreffen darauf geeinigt, die geteilte Halbinsel schrittweise von Atomwaffen zu befreien und den seit fast sieben Jahrzehnten andauernden Kriegszustand zu beenden.

Die Übereinkunft zwischen Nord- und Südkorea wurde international begrüßt - auch von Trump. Er gehe nicht davon aus, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un spiele. "So weit ist es noch nie gekommen. Dieser Eifer, eine Vereinbarung zu erzielen." Aber nur die Zeit werde es zeigen.

Trump: "Kampagne des maximalen Drucks"

Trump führt die politischen Fortschritte hin zu einer Friedenslösung in Korea auch auf den Druck aus den Vereinigten Staaten zurück. "Die Kampagne des maximalen Drucks hat uns geholfen, diesen Schritt zu erreichen", sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington. Die USA würden den Druck nicht nachlassen, ehe eine vollkommene Denuklearisierung der Halbinsel erreicht sei, sagte Trump. Er freue sich auf ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, das für die "nächsten Wochen" geplant sei.

Nordkorea ist die einzige kommunistische Dynastie der Welt und hält sich vor allem mit militärischen Drohgebärden in der Presse. Doch es gibt Anzeichen einer Veränderung.

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Experten zufolge braucht Kim zur Modernisierung der maroden Wirtschaft seines Landes die Aufhebung der Sanktionen. Australiens Ministerpräsident Malcom Turnbull sieht in den Strafmaßnahmen einen Hauptgrund für Kims Bereitschaft, die Atomwaffen abzubauen. "Jetzt dürfen wir bei dem wirtschaftlichen Druck nicht nachgeben bis dieses Ziel erreicht ist", sagte Turnbull am Samstag.

Iran warnt vor Einmischung Trumps in innerkoreanischen Dialog

Iran hat Nord- und Südkorea unterdessen empfohlen, Trump aus ihrer geplanten Aussöhnung herauszuhalten. "Die amerikanische Regierung hat beim Atomabkommen (mit Iran) bewiesen, dass sie sich nicht an internationale Abkommen hält und daher auch nicht vertrauenswürdig ist", sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Samstag. Die nächsten Schritte sollten deshalb innerkoreanisch bleiben.

Trump muss bis zum 12. Mai entscheiden, ob die USA weiterhin Sanktionen gegen den Iran aussetzen. Dies wird de facto auch als Entscheidung über den Verbleib der USA im internationalen Atomdeal mit dem Iran angesehen. Sowohl Frankreichs Präsident Emmanuel Macron als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel haben im Gespräch mit Trump dafür geworben, das Atomabkommen nicht platzen zu lassen. Macron dämpfte allerdings alle Hoffnungen. "Es scheint, als würde er (Trump) nicht wirklich alles tun, um das Abkommen zu retten", sagte er am Mittwoch in Washington. 

Historisches Treffen in Panmunjom

Die politischen Führer Nord- und Südkoreas hatten am Freitag im südkoreanischen Panmunjom einen Friedensschluss vereinbart. Demnach soll das seit dem Ende des Koreakrieges vor 65 Jahren gültige Waffenstillstandsabkommen noch in diesem Jahr durch einen Friedensvertrag ersetzt werden. Nordkoreas Machthaber Kim sagte auch einen vollständigen Abbau seinen Atomwaffenprogramms zu, nannte aber keine Details, wie und vor allem bis wann dies geschehen soll und welche Gegenleistungen er dafür erwartet.

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