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Anschlag in New York - Trump fordert Todesstrafe

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Die Staatsanwaltschaft hat Strafantrag gegen den mutmaßlichen Attentäter von New York gestellt. US-Präsident Trump will ihn tot sehen.

Donald Trump spricht am 01.11.2017 in Washington
Quelle: ap

Sayfullo S. werden Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie tödliche Gewalt und Zerstörung mit einem Fahrzeug vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Joon Kim. Im Fall einer Verurteilung drohen dem 29-Jährigen die Todesstrafe oder lebenslange Haft.

US-Präsident Donald Trump forderte unterdessen die Todesstrafe für den Mann. "Der New-York-City-Terrorist war glücklich, als er fragte, ob er die IS-Fahne in seinem Krankenzimmer aufhängen dürfte", twitterte Trump in der Nacht zum Donnerstag. "Er hat acht Menschen getötet und 12 schwer verletzt. Er sollte die Todesstrafe bekommen!" Bislang war allerdings von elf Verletzten die Rede.

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Mutmaßlicher Attentäter soll Todesfahrt geübt haben

S. habe gestanden, die Attacke seit zwei Monaten geplant zu haben, sagte Staatsanwalt Kim. Gut eine Woche vor der tödlichen Fahrt vom Dienstag, bei der er Radler und Fußgänger auf einem Radweg im Süden Manhattans mit einem Kleinlaster rammte und überfuhr, habe er auch geübt. "Er hat gestanden, dass er am 22. Oktober einen Truck mietete, um die Kurven zu üben, die er bei der Attacke an Halloween nehmen würde", so Kim.

Gerichtsunterlagen zufolge wählte S. Halloween, weil er an diesem Tag auf volle Straßen hoffte, und war anschließend auch stolz auf seine Attacke. Er habe auch zugegeben, dass er sich von IS-Videos zu dem Anschlag habe inspirieren lassen, sagte Kim. In einer Tüte am Tatort hätten Ermittler Handys entdeckt, auf denen Tausende Fotos im Zusammenhang mit dem IS gespeichert waren. Zudem fanden Ermittler darauf rund 90 Videos, die IS-Kämpfer zeigen, wie sie Gefangene mit Panzern überfahren, sie köpfen und ihnen ins Gesicht schießen. Am Tatort seien auch auf Arabisch verfasste Notizen gefunden worden, die an den IS erinnerten.

Wird mutmaßlicher Attentäter nach Guantanamo geschickt?

Gerichtsdokumenten zufolge habe S. nach seiner Festnahme sogar gebeten, ob er vor seinem Zimmer im Krankenhaus eine IS-Flagge aufhängen könne. Laut Kim könnte S. auch als "feindlicher Kämpfer" (enemy combatant) eingestuft werden. Deswegen könnte er auch von der US-Regierung als Kriegsgefangener festgehalten und vor ein Militärtribunal wie das auf Guantánamo in Kuba gestellt werden - trotz des Strafantrags des Staatsanwalts.

Für diese Einstufung hatten sich etwa die Senatoren Lindsey Graham und John McCain stark gemacht. Die Entscheidung darüber liege "deutlich oberhalb meiner Gehaltsstufe" und müsse von anderen getroffen werden, sagte Kim. Präsident Donald Trump erwägt laut eigener Aussage, ob er S. nach Guantánamo schicken lässt. Trump habe den Vorschlag aber nicht direkt vorangetrieben, sagte seine Sprecherin Sarah Sanders.

Der Bürgerrechtsorganisation ACLU zufolge wäre solch ein Schritt illegal, auch nach Einschätzung des Center for Constitutional Rights gäbe es dafür keine rechtliche Grundlage. Laut New York Times ist noch nie jemand nach Guantánamo geschickt worden, der auf US-amerikanischem Boden festgenommen wurde. Seit 2008 wurde gar kein Gefangener mehr in das umstrittene Lager geschickt.

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