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US-Präsident auf Staatsbesuch - Trump zieht über Londons Bürgermeister her

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Er sei ein "eiskalter Verlierer", mache einen "furchtbaren Job": Kurz vor seinem Besuch in Großbritannien zieht US-Präsident Trump über Londons Bürgermeister Khan her.

US-Präsident Trump auf Staatsbesuch in London
Scharfe Worte fielen schon vor dem Staatsbesuch: Mit seiner Frau Melania landete US-Präsident Trump auf dem Londoner Flughafen Stansted.
Quelle: Reuters

Donald Trump war noch nicht einmal gelandet, da kommt die erste Salve via Twitter: Kurz vor Beginn seines Staatsbesuchs in Großbritannien verspottet er Londons Bürgermeister Sadiq Khan als "eiskalten Verlierer". Khan, der als Bürgermeister einen "furchtbaren Job" mache, habe sich ihm gegenüber "dummerweise fies" verhalten, twitterte der US-Präsident. "Er ist ein eiskalter Verlierer, der sich auf die Kriminalität in London konzentrieren sollte, nicht auf mich."

Und weiter: Khan erinnere ihn sehr stark an den "sehr dummen und inkompetenten" New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio. Der mache auch einen "furchtbaren Job". Khan sei aber nur "halb so groß" wie sein New Yorker Kollege, der bei der nächsten Wahl gegen Trump antreten will. Dabei schrieb Trump den Namen des britischen Labour-Politikers mit pakistanischen Wurzeln mit verdrehten Buchstaben: "Kahn" statt "Khan".

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"Unter der Würde"

Auf jeden Fall aber, so Trump schließlich, freue er sich sehr auf seinen Besuch in Großbritannien. Er wolle ein "guter Freund" sein. Khans Sprecher wies Trumps Kritik als beleidigend zurück. Solche "kindischen Beleidigungen" sollten eigentlich "unter der Würde des Präsidenten der Vereinigten Staaten" sein, sagte er.

Trump war am Montagmorgen zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Großbritannien eingetroffen. In London sind Proteste geplant. Die Veranstalter wollen wie schon beim Trump-Besuch vor einem Jahr einen riesigen Ballon in Form eines Trump-Babys mit Windeln aufsteigen lassen.

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Schon länger im Clinch

Eine mögliche Zusammenkunft mit Khan hatte Trump schon ausgeschlossen. Beide lieferten sich schon häufiger öffentliche Scharmützel - unter anderem über den Umgang des Londoner Bürgermeisters mit Terrorismus sowie Trumps Arbeitsbesuch in Großbritannien im vergangenen Sommer. Khan, dessen Eltern aus Pakistan stammen, kritisierte unter anderem Trumps Einreiseverbot für Menschen aus muslimischen Ländern und warf dem US-Präsidenten vor, "Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Andersartigkeit" als Wahlkampftaktik einzusetzen.

Am Sonntag hatte Khan nachgelegt und die Sprache des US-Präsidenten mit der von "Faschisten des 20. Jahrhunderts" verglichen. Trump sei eines der "ungeheuerlichsten Beispiele" für die wachsende weltweite Gefahr durch die politische Rechte, so Khan im Observer. Seine Teilnahme am Staatsbankett für Trump am Montagabend hatte Khan bereits im Vorfeld des Besuchs abgesagt. Auch Labour-Chef Jeremy Corbyn, andere Oppositionspolitiker und Parlamentspräsident John Bercow sagten ab.

Trumps Besuch ist Teil einer einwöchigen Reise, deren Agenda hauptsächlich zeremoniell ist. Sie umfasst eine Audienz bei der Queen, ein offizielles Treffen zum Tee mit Prinz Charles und das Bankett am Abend. Es folgen Veranstaltungen zum Gedenken an den D-Day im Zweiten Weltkrieg in Großbritannien und Frankreich und Trumps erster Besuch als Präsident in Irland. Er wird auch Premierministerin Theresa May treffen, die am Freitag als Vorsitzende der Konservativen Partei zurücktritt.

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