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Asienreise des US-Präsidenten - Trump in China: Tee in der Verbotenen Stadt

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US-Präsident Trump ist zu seinem ersten Besuch in China eingetroffen - das Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi gilt als Höhepunkt seiner Asienreise.

"Ich habe eine ausgezeichnete Beziehung zu Präsident Xi. Ich betrachte ihn als Freund. Er betrachtet mich als Freund. Aber er vertritt China und ich die USA." Das waren Trumps Worte in Japan, zwei Tage bevor er während seiner Asien-Reise weiter nach China reiste. Heute ist der US-Präsident in China eingetroffen, und das Treffen zwischen ihm und dem chinesischen Präsidenten Xi gilt als Höhepunkt der Reise.

Auf seiner Asien-Reise besucht US-Präsident Trump nach Japan und Südkorea nun auch China. Ein Ziel des Besuchs bei Staatschef Xi: Die Unterstützung Chinas im Nordkorea-Konflikt.

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Peking will Weltmarktführer werden

Trumps erstes Treffen mit Xi wurde durch den Syrien-Konflikt überschattet. Trump demonstrierte damals, dass er die Fäden in der Hand hält, dass er die Kontrolle hat. Seitdem ist viel passiert. Trumps Umfragewerte sind im eigenen Land massiv gesunken, während Xi einen neuen Machtzuspruch seiner Partei erhält und unter dem Leitthema des "chinesischen Traums" den Einfluss Chinas national und international ausbauen will. Bis 2050 will Peking Weltmarktführer werden, wirtschaftlich und militärisch. Mit Chinas Initiative "Ein Gürtel, eine Straße" soll die ehemalige Seidenstraße ausgebaut und Chinas Macht vergrößert werden. Eine Straße, die das Ziel eines Weltmarktführers näher bringen soll.

Das Gegengewicht zu China waren bisher die USA. Trump aber sieht "America first", zieht sich aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen TPP zurück, hinterlässt eine Lücke und China einen freien Platz. Gleichzeitig setzt Trump auf bilaterale Gespräche und Handelsabkommen, auch mit China.

Trump: "Amerika sucht keinen Konflikt"

Und dann ist da noch Nordkorea. Das rhetorische Raketenrasseln Trumps hat sich in den letzten Tagen leicht verändert. Das könnte auch an der Haltung Chinas liegen, die Nordkorea stärker kritisieren, sich an Sanktionen beteiligen, gleichzeitig aber zum Dialog aufrufen.

Trump wiederum verkündete vor der südkoreanischen Nationalversammlung in Seoul: "Unterschätzt uns nicht. Fordert uns nicht heraus. Nordkorea ist ein Land, das wie eine Sekte regiert wird", sagte der US-Präsident. Und weiter "Amerika sucht keinen Konflikt. Aber wir gehen ihm nicht aus dem Weg." Vor allem aber rief Trump dazu auf, dass alle Nationen Nordkorea isolieren sollten. Dieser Appell richtet sich vor allem an China und Russland.

Und somit sind seine Akzente gesetzt für den heutigen und den morgigen Tag. China hat sich vorbereitet und setzt seinerseits wiederum protokollarische Akzente.

Tee trinken in der Verbotenen Stadt

Denn der Empfang des amerikanischen Präsidenten wird in China ungewöhnlich groß und pompös ausfallen. Ein Empfang XXL. Nach seiner Landung wird Präsident Trump gemeinsam mit seiner Frau Melania in der Verbotenen Stadt und dem Ehepaar Xi Tee trinken. Das Besondere ist nicht der Besuch in der Verbotenen Stadt, sondern dass die Staatsoberhäupter dort gemeinsam Tee trinken. Xi hatte zuvor auch schon Trumps Vorgänger Obama zum Tee eingeladen, aber nicht in der Verbotenen Stadt.

Die Verbotene Stadt hat in China eine besondere Symbolik, denn es war die Wohn- und Regierungsstätte der Kaiser von China. Dort, wo einst Kaiser Quian Long wohnte, sollen die Präsidenten Weltpolitik diskutieren. Unter Kaiser Quian Long (1736 – 1796) erlebte China einen großen Aufschwung vor allem eine große Machtentfaltung durch Handel und Militär.

Präsident Donald Trump und First Lady Melania bei ihrer Ankunft in Peking am 8.11.2017

Nachrichten - US-Präsident Trump in Asien

Zwölf Tage ist US-Präsident Trump in Asien. Seine Stationen: Japan, Südkorea, China, Vietnam und die Philippinen. Der Nordkorea-Konflikt steht im Mittelpunkt.

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