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Betrug und Verstoß gegen Gesetze - Trumps Ex-Anwalt Cohen bekennt sich schuldig

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Lange Zeit galt Michael Cohen als loyaler "Ausputzer" von Donald Trump. Nun hat der Anwalt vor Gericht Betrug und Verstöße gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung eingeräumt.

Trump-Anwalt Michael Cohen
Trump langjähriger Anwalt Michael Cohen bekennt sich schuldig. Quelle: ap

Der langjährige Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, hat sich vor Gericht wegen Steuerbetrugs und illegaler Wahlkampffinanzierung schuldig bekannt. Cohen räumte am Dienstag in acht Anklagepunkten seine Schuld ein, darunter fünf wegen Steuerbetrugs und zwei wegen Verletzung der Gesetze zur Wahlkampffinanzierung.

Schweigegelt gezahlt

Vor einem Bundesrichter im New Yorker Stadtteil Manhattan räumte Cohen ein, an zwei Frauen, die nach eigenen Angaben sexuelle Kontakte zu Trump hatten, Schweigegeld in Höhe von 130.000 und 150.000 Dollar (114.000 und 131.000 Euro) gezahlt zu haben. Dies habe er auf Aufforderung des damaligen Präsidentschaftskandidaten Trump getan und mit der "Intention, die Wahl zu beeinflussen", wurde vor Gericht festgehalten.

Vor dem Termin vor dem Strafgericht in Manhattan hatten US-Medien berichtet, Cohen habe sich im Rahmen einer Abmachung mit der Staatsanwaltschaft zu einem Schuldeingeständnis bereit erklärt. Eine derartige Abmachung könnte beinhalten, dass Cohen sich im Gegenzug für einen Strafnachlass zur Kooperation mit den Ermittlern bereit erklärt.

Rund zehn Jahre für Trump gearbeitet

Beamte der Bundespolizei FBI hatten im April Cohens Büro- und Privaträume durchsucht und dabei umfangreiches Material beschlagnahmt. Cohen arbeitete bis vor wenigen Monaten rund zehn Jahre lang für Trump und galt als dessen "Ausputzer" - als Mann, der hinter den Kulissen unangenehme Angelegenheiten bereinigte. Er verfügt dadurch über Kenntnisse über Trumps Privatleben und dessen geschäftliche wie politische Aktivitäten.

Der Anwalt hatte sich in der Vergangenheit stets als absolut loyal gegenüber Trump dargestellt und gesagt, er sei bereit, "sich für den Präsidenten eine Kugel einzufangen". Vor einigen Wochen zeigte der 51-jährige Familienvater dann aber Distanz zum Präsidenten. In einem Interview sagte Cohen, seine "oberste Loyalität" gelte seiner Familie und seinem Land.

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