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Ryan Zinke geht - Trump tauscht auch Innenminister aus

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Im Weißen Haus geht die Personalrochade weiter. Nachdem US-Präsident Trump gerade einen neuen Stabschef ernannt hat, scheidet nun auch Innenminister Zinke aus der Regierung aus.

Ryan Zinke
Ryan Zinke
Quelle: AP

Aus der Regierungsmannschaft von US-Präsident Donald Trump scheidet ein weiteres Mitglied aus: Innenminister Ryan Zinke werde die Regierung zum Jahresende verlassen, teilte Trump auf Twitter mit. Einen Grund dafür nannte er nicht. Zinke habe viel erreicht, "fast zwei Jahre lang" habe er in der Regierung gedient. Trump kündigte an, in der kommenden Woche einen Nachfolger zu benennen.

Teure Reisen und möglicher Amtsmissbrauch

Zinke war unter anderem wegen seiner teuren Reisen mit Charterflügen in Verruf geraten. Die Justizbehörden untersuchen nach US-Medienberichten außerdem möglichen Amtsmissbrauch Zinkes.

Der Minister setzte sich im Sinne Trumps für eine Ausweitung von Ölbohrungen und Kohleminen ein, indem er Pachtverträge erweiterte, Nutzungsgebühren senkte und den Umweltschutz einschränkte. Er verkleinerte Schutzgebiete im Bundesstaat Utah auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe und setzte sich für Ölbohrungen in der Arktis, im Pazifik und im Atlantik ein. Damit avancierte er zum Liebling der Energie- und Bergwerksbranche, während er sich unter Umweltschützern erbitterte Feinde machte.

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Personalkarussel dreht sich weiter

Der US-Innenminister ist vor allem für die Verwaltung des bundeseigenen Landes zuständig. Das Ministerium entscheidet etwa darüber, ob Naturschutzgebiete ausgewiesen werden oder ob Energiegewinnung wie Fracking erlaubt ist. Die innere Sicherheit ist Aufgabe des Heimatschutzministeriums. Zinke war im März 2017 vom Senat im Amt bestätigt worden und gehört damit zu den Ministern, die sich lange unter Trump gehalten haben.

Kurz vor der Nachricht von Zinkes Ausscheiden hatte Trump angekündigt, den bisherigen Haushaltsdirektor des Präsidialamts, Mick Mulvaney, zum neuen Interims-Stabschef im Weißen Haus zu ernennen. Mulvaney werde sein Amt im Januar antreten, erklärte Trump. Der 51-Jährige konservative frühere Kongressabgeordnete löst Ex-General John Kelly auf dem wohl wichtigsten Posten im Umfeld des Präsidenten ab. Mulvaney wird bereits der dritte Stabschef in der zweijährigen Amtszeit Trumps.

Seit Trump Anfang 2017 ins Weiße Haus einzog, hat es Dutzende Personalwechsel gegeben - zu den aufsehenerregendsten gehörte die Entlassung von Außenminister Rex Tillerson im März. Erst im vergangenen Monat drängte Trump seinen Justizminister Jeff Sessions zum Rücktritt.

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