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TV-Duell und "Schlagabtausch" - Europawahl-Abend im ZDF: Was Sie wissen müssen

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Vor der Europawahl stehen die Spitzenkandidaten für das Amt des EU-Kommissionschefs im TV-Duell Rede und Antwort. Danach messen sich die Kandidaten von FDP, Linken, Grünen und AfD.

Heute Abend stellen sich im ZDF die beiden Spitzenkandidaten der größten EU-Parlamentsfraktionen, Frans Timmermans und Manfred Weber, den Fragen von ZDF-Chefredakteur Peter Frey und ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher. "Wir wollen die Kandidaten …

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In einer Woche beginnen die Bürger europaweit, das nächste EU-Parlament zu wählen. In zwei Sendungen stehen im ZDF die Argumente und Positionen der Parteien im Mittelpunkt. Beim #tvDuell trifft der Spitzenkandidat der Konservativen, Manfred Weber, auf den Kandidat der Sozialdemokraten, Frans Timmermans. Im Anschluss messen sich die deutschen Spitzenkandidaten von FDP, Linken, Grünen und AfD beim "Schlagabtausch".

Warum die beiden Spitzenkandidaten im Duell?

Manfred Weber (l.) und Frans Timmermans stehen vor der Live-Sendung "Wahlarena zur Europawahl" nebeneinander, aufgenommen am 07.05.2019 in Köln
Manfred Weber (l.) und Frans Timmermans
Quelle: dpa

Weber und Timmermans wollen beide EU-Kommissionspräsident werden, also Spitzenmann der EU-Bürokratie. Um vom Parlament gewählt zu werden, muss der zukünftige Präsident eine Mehrheit suchen. Bisher ist dies eine große Koalition aus Konservativen und  Sozialdemokraten. "Ein starkes Ergebnis für die Rechtspopulisten könnte neue Mehrheiten nötig machen. Das macht diese Wahl besonders interessant", sagt  ZDF-Chefredakteur Peter Frey.


Im #tvDuell gehe es deshalb auch um die Frage, mit welchen neuen Konstellationen Manfred Weber als Kommissionspräsident regieren könne und wie Frans Timmermans sich seine Mehrheiten im Parlament vorstelle. "Das Wichtigste ist: Wir machen ein Duell, und wir versuchen, die beiden Politiker gegeneinander zu positionieren und dazu zu bringen, ihre Position auszufechten", so Frey.

Themen und Ablauf beim #tvDuell

Ingrid Thurnher und Peter Frey
Ingrid Thurnher und Peter Frey
Quelle: ZDF/Thomas Ramstorfer/Thomas Kierok; [m]Dirk Staud

Gastgeber des TV-Duells sind Peter Frey und die ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher. Übertragen wird es aus dem Hauptstadtstudio des ZDF im Berliner Zollernhof. Zuschauer können bis zur Sendung ihre Fragen stellen - über die Social-Media-Kanäle des ZDF (#tvDuell) oder per Mail an tvduell@zdf.de schicken.

Die 90 Minuten sollen thematisch prall gefüllt werden. "Für mich ist der entscheidende Punkt, dass wir eine Vielzahl von Themen, einen ganzen Themenkatalog abarbeiten wollen", sagt Frey. Unter anderem gehe es um soziale Gerechtigkeit, Verteidigungsfragen, Außengrenzen und Migration, die internationalen Beziehungen Europas und um Demokratie und Populismus. Die Fragen der Zuschauer sollen zur Vielfalt der Themen beitragen und bei der Verteilung der Redezeit soll es gerecht und knapp zugehen: Keine Antwort soll länger als eine Minute dauern.

Was wollen die kleineren Parteien?

"Die Rolle der anderen Parteien ist besonders relevant, wenn sich die  Machtverhältnisse im nächsten EU-Parlament deutlich verändern. Deshalb setzen wir uns im ZDF vor allem auch mit den Chancen der bisher kleineren Parteien auseinander", sagt Frey.

Am Donnerstagabend nach dem #tvDuell gibt es den sogenannten "Schlagabtausch", bei dem Matthias Fornoff mit Vertretern der kleineren Parteien redet. "Also von 20:15 bis 23:15 Uhr mit #tvDuell, heute journal und 'Schlagabtausch' ein europäischer Abend im ZDF – mit der Chance, sich ein breites Bild der verschiedenen Parteien zu machen."

Was erwartet die Zuschauer beim "Schlagabtausch"?

Matthias Fornoff
Matthias Fornoff moderiert den TV-Vierkampf "Schlagabtausch".
Quelle: ZDF/Klaus Weddig

Nach dem "heute-journal" um 21.45 Uhr folgt um 22.15 Uhr die 60-minütige "Schlagabtausch"-Sendung. Gäste bei ZDF-Moderator Matthias Fornoff sind Nicola Beer (FDP), Özlem Demirel (Die Linke), Ska Keller (Bündnis 90/Die Grünen) und Jörg Meuthen (AfD). Neben den beiden Kandidaten, die Chancen auf den Kommissionsvorsitz haben, treten also am selben Abend im Format "Schlagabtausch" die nationalen Kandidaten der restlichen im Bundestag vertretenen Parteien auf.

"Schlagabtausch" - Themen, Ablauf, Kontakt für Fragen

Im Mittelpunkt der Sendung stehen ebenfalls zentrale Themen des Europawahlkampfs – etwa der innere Zusammenhalt Europas, das Thema Migration und Zuwanderung sowie die Wirtschafts- und Umweltpolitik. Alle Hintergründe  und Informationen zu den Themen werden in kurzen Videos zusammengefasst. Im Netz-Kreuzverhör stellen sich die Kandidaten den Fragen von Nutzern und in einer Schlussfragerunde gibt es für alle den gleichen Raum, ihre Vision für Europa zu formulieren.

Schon im Vorfeld können Zuschauer und Nutzer mitdiskutieren (auf facebook.com/ZDFheute und auf twitter.com/ZDF) oder ihre Fragen an die Spitzenkandidaten von Liberalen, Grünen, Linken und AfD per E-Mail schicken an: schlagabtausch@zdf.de.

EU-Wahl als Chance für ein Europa der Bürger

Immer wieder werden Wünsche der Bürger nach mehr Einfluss auf die EU laut. "Ich glaube, dass Europa im Moment eben auch darum ringt, wo eigentlich das Zentrum der Macht liegt", sagt ZDF-Chefredakteur Frey. "Liegt das Zentrum der Macht bei den Wählern, die in einer europäischen Direktwahl nun ihre Stimme abgeben? Oder bleibt das Zentrum der Macht bei den Staats- und Regierungschefs, die im Ringen mit dem Parlament und der Kommission ihren Einfluss am Ende durchsetzen wollen?"

Deshalb sei die Wahlbeteiligung ein ganz wichtiges Kriterium. "Wenn sich viele Bürger an der Wahl beteiligen, dann wird hier eine Hürde geschaffen und ein Gewicht auf die Waage gelegt, über das sich die Staats- und Regierungschefs viel weniger leicht hinwegsetzen können, als wenn die Wahlbeteiligung niedrig bleibt." Meinungsforscher jedenfalls erwarteten derzeit eine höhere Wahlbeteiligung.

Weber vs. Timmermans: Die Kandidaten im Porträt

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