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Tag des Notrufs - Feuerwehren im Großeinsatz auf Twitter

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Löschen, Retten, Fehlalarme und verstopfte Toiletten: Am Notruftag twittert die Feuerwehr zwölf Stunden lang, womit sie es den ganzen Tag so zu tun bekommt.

Feuerwehrmänner
Mehr Einsätze - und mehr Fehlalarme, registrieren viele Feuerwehren.
Quelle: dpa

Der Europäische Tag des Notrufs lässt sich gut merken. Es ist der 11.2. - und die 112 ist die Nummer, die europaweit in Notlagen gewählt werden kann. Bundesweit wollen 41 Berufsfeuerwehren heute ihre Arbeit transparent machen, potenziellen Nachwuchs interessieren und zeigen, was für eine Masse an Notrufen jeden Tag zu bewältigen ist. Dazu haben sie um 8 Uhr ein Twitter-Gewitter gestartet. Unter den Hashtags #TwitterGewitter und #112live berichten sie über ihre Arbeit. Dabei sind unter anderem die Feuerwehren aus Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf und Bremen.

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Informationen per Twitter zu verbreiten, ist zwar längst nicht mehr neu. Doch nonstop zwölf Stunden live über alles zu informieren, das schaffen die Feuerwehren sonst nicht in dem Umfang.

Respekt und Respektlosigkeit

Ihre Arbeit ist schwieriger geworden: Feuerwehrleute werden beim Brandlöschen von Gaffern behindert, Rettungssanitäter werden angepöbelt, wenn sie Verletzte versorgen wollen. "Respektlosigkeit erleben wir jeden Tag, aber wir genießen auch jeden Tag Respekt und Ansehen", sagt der Sprecher der deutschlandweit größten Berufsfeuerwehr in Berlin, Frederic Finner.

Immer wieder ärgern sich Einsatzkräfte, dass sie zu Notfällen gerufen werden, die keine sind. Die verstopfte Toilette gehöre eindeutig nicht in die Notrufkategorie, heißt es in Berlin. Mancher Anrufer versuche auch, mit dem Rettungswagen schneller beim Arzt dran zu kommen.

Allein in Berlin rückte die Feuerwehr 2017 zu mehr als 458.000 Einsätzen aus, es waren fast 4.000 mehr als ein Jahr zuvor. Seit 2009 sei die Zahl immer weiter gestiegen, hatte Landesbranddirektor Karsten Homrighausen mitgeteilt. Auch die Zahl der Fehlalarme nehme zu.

Wenn die Retter Polizeischutz brauchen

Und es gibt krasse Fälle, die Entsetzen auslösen. Anfang Februar konnten ein Notarzt und zwei Feuerwehrsanitäter einen Patienten in Berlin-Kreuzberg nur unter Polizeischutz versorgen. Sie waren angegriffen worden und mussten sich zunächst in ihren Rettungswagen flüchten. Trotzdem: "Unsere Strategie ist Deeskalation", sagt Feuerwehrsprecher Finner. Einsatzkräfte würden mittlerweile auch zum Verhalten in "Übergriffssituationen" geschult. Deeskalationstraining sei fester Bestandteil der Ausbildung.

Wie vielerorts braucht auch die Ortsfeuerwehr in Grömitz dringend Nachwuchs. In der Ostsee-Gemeinde denkt man gar über eine Pflichtfeuerwehr nach. Die Reaktionen darauf sind gemischt.

Beitragslänge:
2 min
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Doch es gebe Grenzen: "Anspucken überschreitet jede Toleranzgrenze." Der Sprecher appellierte an seine Kollegen, solche Vorfälle zu melden. "In der Silvesternacht haben wir alles zur Anzeige gebracht." Nur dann könne es auch verfolgt werden. Hinzu kommt, dass Feuerwehrleute schon länger über ihre hohe Belastung klagen.

Außerdem gibt es in der deutschen Hauptstadt etliche veraltete Löschfahrzeuge und Rettungswagen. Viele sind 20 Jahre oder älter. Bei den Löschzügen betrug die Ausfallquote 2018 gut 17 Prozent, in Spitzenmonaten sogar mehr als 21 Prozent. Ein Fünftel der rund 190 Löschfahrzeuge stand jeweils nicht zur Verfügung - vor allem wegen langer Werkstattaufenthalte.

Was die Feuerwehr m Notruftag twittert:

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