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Überfüllte Flüchtlingslager - Migranten bringen Athen in Not

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Eigentlich sollte der EU-Türkei-Pakt den Zustrom von Flüchtlingen nach Griechenland stoppen. Doch allein im August kamen mehr als 8.000 und bringen die Inseln in Nöte.

Von der griechischen Küstenwache gerettete Flüchtlinge.
Von der griechischen Küstenwache gerettete Flüchtlinge.
Quelle: Petros Giannakouris/AP/dpa

Um die überfüllten Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis zu entlasten, hat die Regierung in Athen gut 350 Migranten aufs Festland bringen lassen. Hunderte weitere Migranten sollten am Montag nach Piräus zum Festland gebracht werden, berichtete das Staatsfernsehen (ERT). Zuvor hatte Verteidigungsminister Nikos Panagiotopoulos erklärt, der Anstieg der Flüchtlingszahlen nehme "die Dimensionen einer Nationalen Krise an".

Im April war die Zahl der auf den Inseln lebenden Migranten auf 14.000 zurückgegangen. Seitdem sind aber wieder verstärkt Flüchtlinge hinzugekommen - im August waren es nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als 8.100. Auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos harren zurzeit knapp 30.000 Migranten aus. Das ist die höchste Zahl seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im März 2016.

Der Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei sieht vor, dass die EU alle Flüchtlinge und Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Die Bearbeitung der Asylanträge kommt wegen Personalmangels jedoch auf den griechischen Inseln nur mühsam voran.

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