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Demokrat Jones gewinnt Wahl - Eine empfindliche Niederlage für Donald Trump

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Mit Doug Jones‘ Überraschungssieg im erzkonservativen Alabama haben die Demokraten einen kritischen Sitz im Senat gewonnen - und sich den Republikanern auf eine Stimme angenähert.

Zum ersten Mal seit 25 Jahren gewinnen die Demokraten die Senatswahl in Alabama. Die Mehrheit der Republikaner im US-Senat hängt nun an einem einzigen Mandatsträger.

Beitragslänge:
2 min
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Das ist nicht nur eine persönliche Blamage für Donald Trump, der sich mit seinem ganzen Gewicht hinter den republikanischen Kandidaten Roy Moore gestellt hatte, sondern bedeutet auch eine zusätzliche Hürde für kontroverse Gesetzesvorhaben seiner Regierung, wie der bevorstehenden Steuerreform.

Moderate Republikaner auf Distanz zum Kandidaten

Die Sonderwahl war nötig geworden um den Sitz von Jeff Sessions zu füllen, den Donald Trump in sein Kabinett berufen hatte. Seit 25 Jahren hat Alabama keinen Demokraten mehr in den Senat geschickt, vor einem Jahr gewann hier Donald Trump mit einem Abstand von fast 30 Punkten gegen Hillary Clinton. Der Sitz schien den Republikanern sicher. 

Doch dann schickten sie Roy Moore ins Rennen, einen ehemaligen Richter, der die Partei spaltete. Wie sein Vorbild Donald Trump positionierte er sich als Outsider, als Gegenkraft zum Establishment.  Gemeinsam mit seinen extremen Ansichten, wie einer kompromisslosen Ablehnung der Abtreibung oder der Homo-Ehe und einer Islam- und einwanderungsfeindlichen Haltung, brachte ihm das die Unterstützung des radikalen Flügels der Partei ein. Allen voran Präsident Trump und dessen ehemaliger Chefstratege Steve Bannon, der sogar persönlich für ihn Wahlkampf machte. Zahlreiche moderate Republikaner gingen dagegen auf Distanz, spätestens als Missbrauchsvorwürfe gegen Moore öffentlich wurden. Er soll in den 1970er Jahren mehrere minderjährige Frauen sexuell belästigt haben.

Hoffnung für gebeutelte Demokraten

Im momentanen gesellschaftspolitischen Klima Amerikas, im Zeitalter von #MeToo, herrscht erhöhte Empfindlichkeit gegenüber solchen Anschuldigungen; die Aufrufe nach Moores Rückzug kamen verstärkt auch aus den eigenen Reihen. Der Kandidat orientierte sich allerdings an einem anderen Beispiel: Donald Trump. Wie der Präsident ein Jahr zuvor, stritt er alle Vorwürfe ab, diffamierte die Frauen als "Lügnerinnen" und machte weiter Wahlkampf als sei nichts geschehen.

Dieses Mal scheint sich die Strategie nicht ausgezahlt zu haben. Mit knapper Mehrheit gewann Doug Jones am Dienstagabend einen Senatssitz für sich - und ein bisschen dringend notwendiger Hoffnung für die gebeutelten Demokraten.

Moore erkennt Ergebnis noch nicht an

In seiner Siegesrede sprach Jones sich für Einheit aus und sagte,  Alabama sei jetzt endlich auf dem richtigen Weg. Donald Trump gratulierte auf Twitter zu dem "hart erkämpften Sieg", allerdings nicht ohne anzukündigen, dass der Sitz bald wieder an die Republikaner zurückgehen werde. Der republikanische Senator Jeff Flake, der ganz öffentlich den Kandidaten der Gegenpartei unterstützt hatte, kommentierte dessen Sieg mit "Anstand siegt".

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Roy Moore hat das Ergebnis bisher jedoch nicht anerkannt. Bei einem kurzen Auftritt am Dienstagabend (Ortszeit) kündigte er an, das endgültige Ergebnis abwarten zu wollen und stellte eine mögliche Neuauszählung in Aussicht. "Es ist noch nicht vorbei", sagte er.

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