Sie sind hier:

Flugbegleiter-Streik - Flugausfälle an mehreren Airports

Datum:

Der heutige Ausstand der Flugbegleiter der Lufthansa-Töchter dauert erheblich länger als angekündigt - nämlich bis Mitternacht. Dutzende Flüge wurden annulliert.

Warnweste mit der Aufschrift "Streik"
Warnstreik der Flugbegleiter: Zahlreiche Flüge werden gestrichen
Quelle: dpa

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat den Warnstreik der Flugbegleiter an mehreren deutschen Flughäfen von ursprünglich 5 bis 11 Uhr bis um Mitternacht verlängert. Das teilte Ufo am frühen Morgen mit.

Vier Lufthansa-Töchter bestreikt

Bestreikt werden die vier Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress. Es geht um Hunderte Verbindungen an Flughäfen wie Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin oder Hamburg.

Am Flughafen Düsseldorf seien bislang vier Eurowings-Verbindungen gestrichen worden, sagte ein Sprecher des Flughafens am frühen Morgen. "Da wird sicherlich noch einiges dazukommen." 240 Eurowings-Flüge sind über den Tag in Düsseldorf geplant. Auch am Flughafen Köln-Bonn fielen bereits einige Verbindungen aus. Es sei aber ruhig, weil sich die Passagiere rechtzeitig informiert hätten, sagte ein Sprecher.

Am Flughafen München seien bislang etwa zehn Flüge ausgefallen, sagte ein Sprecher des Airports. Größere Auswirkungen auf den Betrieb habe der Warnstreik bisher nicht. Das könnte sich im Laufe des Tages aber ändern. Am Flughafen Berlin-Tegel wurden am Morgen 15 Abflüge der Airline Eurowings annulliert. Auch am Hamburger Flughafen wurden zwölf Eurowings-Abflüge und zwölf -Ankünfte gestrichen. Auch an Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt/Main fielen vereinzelt Flüge aus.

In Stuttgart wurden sieben Abflüge und sieben Ankünfte der Eurowings gestrichen.  Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden waren laut Webseite eine Ankunft und ein Abflug betroffen. Die Lufthansa hatte angekündigt, den Flugverkehr aufrechterhalten zu wollen - allerdings war da nur von sechs Stunden Warnstreik die Rede gewesen.

Warnstreiks erst am Wochenende angekündigt

Die Warnstreiks bei den Lufthansa-Töchtern waren erst am Freitagnachmittag angekündigt worden. Wenig später hatte die Gewerkschaft Ufo die schon seit Montag angekündigten Ausstände bei der Konzernmutter Lufthansa wieder abgeblasen. Der Konzern hatte sich kurzfristig bereiterklärt, zwei Prozent mehr Gehalt zu zahlen - gefordert hatte Ufo nur 1,8 Prozent. Unmittelbar danach schob Ufo weitere Tarifforderungen nach, die Lufthansa in einem Brief umgehend ablehnte.

Ufo hat seine Mitglieder in sämtlichen Lufthansa-Fluggesellschaften zu Urabstimmungen über unbefristete Streiks aufgerufen, die bis zum 1. November laufen sollen. Für sämtliche Betriebe gibt es unterschiedliche Forderungen.

Tiefes Zerwürfnis mit Lufthansa

Hinter dem Arbeitskampf steht ein tiefes Zerwürfnis zwischen Ufo und dem Lufthansa-Konzern. Das Unternehmen erkennt den Ufo-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen. Der langjährige Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies wurde sogar aus dem Lufthansa-Dienst entlassen. Die Ufo-Streiks bewertet Lufthansa in dieser Logik als rechtswidrig und hat Teilnehmern mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht.

Die Rechte von Fluggästen bei Streiks

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.