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Nordkorea stellt Uhren um - "Pjöngjang-Zeit" abgeschafft

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2015 feierte Kim die "Pjöngjang-Zeit" noch als Erfolg. Nun dreht er erneut an der Uhr. Dieses Mal: 30 Minuten nach vorne. Ein "schmerzhafter" Anblick soll ihn dazu gebracht haben.

In Nordkorea wurden heute die Uhren um eine halbe Stunde vorgestellt. Damit laufen die Uhren wieder synchron zu Südkorea. 2015 hatte der kommunistische Norden eine eigene Zeitzone eingeführt.

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Knapp drei Jahre nach der überraschenden Einführung einer neuen Standardzeit in Nordkorea laufen die Uhren in beiden koreanischen Staaten wieder synchron. Nordkorea ließ dazu am Samstag (Ortszeit) die Uhren des Landes um eine halbe Stunde vorstellen, wie Staatsmedien berichteten. Der Zeitunterschied zur MESZ beträgt von nun an in Nordkorea wie in Südkorea und Japan wieder sieben Stunden.

Mit Blick auf die derzeitige Annäherung zwischen den langjährigen Erzfeinden hieß es: "Die Zeitumstellung ist der erste praktische Schritt nach dem historischen dritten Gipfeltreffen zwischen Norden und Süden, um den Prozess der Einigung zu beschleunigen."

Machthaber Kim Jong Un hatte die Umstellung nach dem Treffen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In am Freitag vergangener Woche auf südkoreanischer Seite des symbolisch aufgeladenen Grenzorts Panmunjom angeordnet. Laut Staatsmedien hatte es Kim als "schmerzhaften" Anblick empfunden, als er am Verhandlungsort eine Uhr mit der Pjöngjang-Zeit und eine andere mit Südkoreas Standardzeit sah. Das nordkoreanische Parlament verabschiedete danach ein Dekret zur Zeitumstellung.

Zeitunterschied zur MESZ beträgt sieben Stunden

Nordkorea hatte im August 2015 eine neue Standardzeit eingeführt und die Uhren des Landes um eine halbe Stunde zurückgedreht. Mit dem Schritt feierte der nach außen abgeschottete Staat den 70. Jahrestag der Befreiung der Koreaner von Japans Kolonialherrschaft. Japan hatte Korea während der Kolonialherrschaft seine eigene Zonenzeit aufgezwungen.

Auch Südkorea hatte von 1954 bis 1961 die Uhren um 30 Minuten auf seine eigene Zeit zurückgedreht, die vor der Kolonialzeit vorübergehend koreanische Normalzeit war. Nach dem Militärputsch von 1961 wurde die Zeit jedoch wieder umgestellt.

1997 hat das kommunistische Regime in Nordkorea zudem eine eigene Zeitrechung eingeführt, die nach der Staatsideologie Juche bezeichnet wird. Der Kalender beginnt 1912, mit dem Geburtsjahr des früheren Staatschefs und Kim Il Sung, dem Großvater von Kim Jong Un. Das Regime zählt 2018 auch als Juche 107. Allerdings wird parallel dazu auch die sonst weltweit verbreitete Zeitrechnung benutzt. 

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