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Ukraine-Affäre weitet sich aus - Vertuschungs-Vorwürfe gegen Trump

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Bislang war der Bericht des Informanten unter Verschluss, jetzt wurde er veröffenlicht - und untermauert die Vorwürfe gegen US-Präsident Trump in der Ukraine-Affäre.

Neue Vorwürfe gegen US-Präsident Trump in der Ukraine-Affäre.
Unter Druck in der Ukraine-Affäre: US-Präsident Trump
Quelle: Evan Vucci/AP/dpa

In der Ukraine-Affäre hat ein US-Kongressausschuss den bislang unter Verschluss gehaltenen Bericht eines Informanten veröffentlicht. Demnach soll das Weiße Haus versucht haben, den Wortlaut eines Telefonats zwischen US-Präsident Trump und seinem ukrainischen Kollegen Selenskyj geheim zu halten.

Die Beschwerde des Hinweisgebers brachte die Untersuchung für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ins Rollen. Die Demokraten werfen ihm vor, Selenskyj zu Ermittlungen gegen seinen möglichen Rivalen Biden gedrängt zu haben.

"Macht seines Amtes genutzt"

Mehrere führende Mitarbeiter des Weißen Hauses hätten sich in den Tagen nach dem Gespräch Ende Juli bemüht, den Zugang zur wortwörtlichen Mitschrift des Telefonats zu sperren, heißt es im Bericht des Geheimdienstmitarbeiters. Dies habe den Eindruck vermittelt, dass ihnen die "Bedenklichkeit" dessen bewusst gewesen sei, was die beiden in dem Telefonat besprochen hätten. Am Mittwoch war bereits ein Gesprächsprotokoll zu dem Telefonat veröffentlicht worden, das die Unterredung aber nicht wortwörtlich wiedergibt, sondern nur auf Notizen von Anwesenden basiert.

In dem Papier schreibt der Whistleblower weiter, im Rahmen seiner Dienste habe er Informationen mehrerer Regierungsmitarbeiter erhalten, dass "der Präsident der Vereinigten Staaten die Macht seines Amtes nutzt", um die Einmischung eines anderen Landes in die US-Wahlen 2020 zu fordern.

Trump: Hexenjagd

Ebenfalls am Mittwoch hatten Mitglieder der Geheimdienstausschüsse Einblick in die Beschwerde des Informanten bekommen, die dieser bei einem internen Kontrollgremium eingereicht hatte. "Nachdem ich die Beschwerde des Whistleblowers gelesen habe, bin ich sogar noch besorgter über das, was passiert ist", sagte der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer. "Es gibt so viele Fakten, die untersucht werden müssen. Es ist sehr beunruhigend."

Trump selbst wies die Vorwürfe zurück und sprach von einer Hexenjagd. Eine Präsidialamtssprecherin sagte, mit der Veröffentlichung des Whistleblower-Berichts habe sich "nichts geändert".

Trumps Vorwürfe gegen Biden beziehen sich auf frühere Geschäfte von dessen Sohn Hunter in der Ukraine. Als Vizepräsident soll Biden von der Ukraine die Entlassung eines Staatsanwalts verlangt und damit seinen Sohn vor Korruptionsermittlungen geschützt haben. In dem Telefonat mit Selenskyj sagte Trump, es wäre gut, "wenn Sie das prüfen könnten (...) Es klingt für mich schrecklich". Biden weist die Anschuldigungen als gegenstandslos zurück und wirft Trump Machtmissbrauch vor.

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