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Knapp 44 Prozent der Stimmen - Selenskyj-Partei gewinnt Parlamentswahl

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Die Partei von Präsident Selenskyj hat nach ersten Prognosen die vorgezogene Parlamentswahl in der Ukraine gewonnen. Zweitstärkste Kraft wurde eine prorussische Partei.

Nach ersten Prognosen hat die Partei "Diener des Volkes" von Präsident Selenskyj die vorgezogene Parlamentswahl in der Ukraine klar gewonnen. Beobachter gehen davon aus, dass Selenskyjs Partei sich dennoch Koalitionspartner wird suchen müssen.

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Die prowestliche Partei "Diener des Volkes" (Sluha Narodu) kam demnach auf knapp 44 Prozent der Stimmen, wie aus den am Sonntagabend in Kiew kurz nach Schließung der Wahllokale veröffentlichen Prognosen hervorging. Die prorussische Oppositionsplattform kam demnach auf rund 11,5 Prozent der Stimmen. Fünf der insgesamt 22 Parteien schafften wohl den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Der Wahlbeteiligung war mit knapp 50 Prozent geringer als vor fünf Jahren.

"Beim Versuch in der Ukraine die Korruption zu bekämpfen, habe bislang jeder auf Granit gebissen", so ZDF-Korrespondent Bernhard Lichte. Selenskyj plane aber in der Justiz aufzuräumen, so Lichte.

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Auch wenn es sich derzeit nur um Ergebnisse von Nachwahlbefragungen handle, seien diese in der Regel sehr zuverlässig, erklärt ZDF-Korrespondent Bernhard Lichte in Kiew. Erste aussagekräftige Ergebnisse werden in der Nacht zum Montag erwartet.

Viele Parlamentssitze werden in Wahlkreisen vergeben

Die "wichtigsten Prioritäten" der künftigen Regierungspolitik seien die Beendigung des bewaffneten Konflikts in der Ostukraine, die Rückholung der Gefangenen und der Kampf gegen die Korruption, sagte Selenskyj angesichts der Prognosen in der Parteizentrale. Es wäre der deutlichste Sieg einer Partei bei einer Wahl in der Ukraine seit der Unabhängigkeit des Landes von der Sowjetunion 1991.

Die genaue Sitzverteilung im Parlament war zunächst nicht klar. Die Prognose zweier Forschungsinstitute umfasste nur jene 225 der insgesamt 424 Mandate, die für die Kandidaten der Parteilisten vergeben werden. Über die 199 übrigen wurde in einzelnen Wahlkreisen entschieden.

Vermutlich Koalitionspartner benötigt

Es wird damit gerechnet, dass der Präsident eine Koalition eingehen muss, um mit einer Mehrheit im Parlament die dringend nötigen Reformen in der von Korruption und Armut geprägten Ex-Sowjetrepublik anzugehen. Der 41-jährige Selenskyj benötigt die Parlamentsmehrheit auch, um - wie versprochen - den Krieg im Osten des Landes zu beenden. Das Parlament muss zum Beispiel Schritte beschließen, die eine Umsetzung des Minsker Friedensplans ermöglichen. Nach UN-Schätzungen sind bei dem Konflikt rund 13.000 Menschen gestorben.

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