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Kramp-Karrenbauer: "Bitte genau hinschauen"

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Nach Kritik an Fastnachtswitz - Kramp-Karrenbauer: "Bitte genau hinschauen"

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Seit Tagen wird CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer wegen eines missglückten Fastnachtswitzes attackiert. Nun wehrt sie sich gegen die "künstliche Aufregung".

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ist im Streit über ihre Karnevals-Äußerungen zur Einführung von Toiletten für das dritte Geschlecht zum Gegenangriff übergegangen. Über vieles habe sie in dieser Diskussion nur den Kopf schütteln können, sagte Kramp-Karrenbauer beim politischen Aschermittwoch der CDU in Demmin in Mecklenburg-Vorpommern. "Wenn wir da so verkrampfen, wie wir es in den letzten Tagen getan haben, dann geht ein Stück Tradition und Kultur in Deutschland kaputt und das sollten wir nicht zulassen." Die Dinge seien künstlich hochgepuscht worden, kritisierte sie.

Empörung nach Fastnachtsrede

Kramp-Karrenbauer hatte mit einer Fastnachtsrede in Stockach empörte Reaktionen ausgelöst. Zu der Einführung von Toiletten für das dritte Geschlecht hatte sie gesagt: "Das ist für die Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen. Dafür, dazwischen, ist die Toilette."

Dass manche politischen Gegner und der Koalitionspartner SPD ihre Äußerungen zu einem Thema gemacht hätten, "zeigt, wie schlimm die Situation bei denjenigen sein muss", sagte Kramp-Karrenbauer. Es sei "etwas ganz Wunderbares in unserem Land", dass man im Karneval und der Kleinkunst "gerade nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen muss".

"Das kann doch so nicht weitergehen"

Heute habe ich das Gefühl, wir sind das verkrampfteste Volk, das überhaupt je auf der Welt rumläuft. Das kann doch so nicht weitergehen.

Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 seien die Deutschen das glücklichste Volk auf der Welt gewesen. "Heute habe ich das Gefühl, wir sind das verkrampfteste Volk, das überhaupt je auf der Welt rumläuft. Das kann doch so nicht weitergehen." Sie sei vor dem Narrengericht in Stockach der Entmannung der CDU angeklagt gewesen, rief Kramp-Karrenbauer. Bei ihrer Erwiderung sei es nicht um ein drittes Geschlecht, "sondern um die Frage von Emanzen, von Machos, vom Verhältnis von Mann und Frau" gegangen. "Manchmal muss man einfach auch genau hinschauen, bevor man sich über irgend etwas künstlich aufregt."

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