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Forderung der Brauer - Auch Umweltbundesamt für höheres Bier-Pfand

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Zwischen drei und vier Milliarden Bierflaschen bundesweit im Umlauf - aber nicht jede Pfandflasche findet den Weg zurück. Auch das Umweltbundesamt fordert nun ein höheres Pfand.

Das Umweltbundesamt unterstützt die Forderung deutscher Brauereien, das Pfand auf Bierflaschen und -kästen zu erhöhen. Umweltpolitisch hält die Behörde den Vorstoß für sinnvoll, berichtet die Funke Mediengruppe. "Wenn Flaschen möglichst oft wieder befüllt werden, ist das ein Vorbild für Abfallvermeidung", erklärte demnach das UBA. Brauereien sehen außerdem gerade im Neukauf von Bierkästen eine finanzielle Belastung.

Durch ein höheres Pfand hätten die Kunden "einen Anreiz, Flaschen und Kästen zügig zurückbringen", sagte der Verpackungsexperte des Umweltbundesamtes, Gerhard Kotschik, den Funke-Zeitungen. "Die Getränkehersteller und der Handel müssen überlegen, mit welchen Pfandbeträgen sie hohe Rücklaufquoten sicherstellen." Das Pfand auf Mehrwegflaschen und -kästen sei seit vielen Jahren nicht erhöht worden.

Brauereien und Umwelt würden von mehr Pfand profitieren

Schätzungen zufolge sind in Deutschland zwischen drei und vier Milliarden Bierflaschen und etwa 200 Millionen Bierkästen im Umlauf. Das Pfand auf gewöhnliche Bierflaschen beträgt derzeit acht Cent, für Flaschen mit Bügelverschluss sind es 15 Cent und für leere Kästen 1,50 Euro.

Anstossen mit Bierflaschen
Anstossen mit Bierflaschen
Quelle: dpa

Dass manche Privat- und Großkunden ihr Pfandgut offenbar trotzdem nicht zurückbringen, schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Konto der Brauer. Sie beklagen besonders im Sommer Engpässe bei Bierkästen. Der Bundesverband privater Brauereien fordert darum eine Pfanderhöhung um mindestens das Doppelte.

"Die Forderung der Privatbrauereien ist ein Hilfeschrei, den die Bundesregierung sehr ernst nehmen muss", sagte die Grünen-Umweltpolitikerin Bettina Hoffmann der Mediengruppe. Sie forderte Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf, "jetzt einen Mehrweg-Gipfel einzuberufen".

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