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Untersuchung nach Dieselgipfel - Hendricks: Diesel reißt Grenzwert trotz Update

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Ein Software-Update soll Millionen Diesel-Fahrzeuge sauberer machen - aber das reicht nicht, sagt Umweltministerin Hendricks. Die Stickoxid-Belastung könne zwar um sechs Prozent gesenkt werden, die erlaubten Grenzwerte würden damit aber immer noch überschritten.

Das Ergebnis des Dieselgipfels steht fest: Um Fahrverbote zu verhindern, sollen 5 Mio. Dieselautos mit einer neuen Software ausgerüstet werden. Die Kosten tragen die Hersteller. Zudem soll ein Fonds moderne Mobilität fördern.

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"Nachbesserungen mit Software-Updates werden nicht ausreichen, um die notwendigen Reduzierungen zu erreichen", sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Die Maßnahmen des Diesel-Gipfels vor zwei Wochen könnten nur ein erster Schritt sein, um die Luftqualität zu verbessern. Hendricks stütze ihre Aussagen auf eine "Abschätzung" des Bundesumweltamtes zu den Folgen der Sofortmaßnahmen, die beim Diesel-Gipfel vereinbart worden waren.

Im ARD-morgenmagazin sagte Hendricks mit Blick auf die Hersteller und Zulieferer der Automobilindustrie: "Es wird eine Nachrüstung der Hardware geben müssen".

Luft in vielen Städten schmutziger als erlaubt

Den Einschätzungen des Bundesumweltministeriums zufolge bleibt die Luft in fast 70 deutschen Städten wohl auch nach Umsetzung der beim Dieselgipfel beschlossenen Schritte schmutziger als erlaubt. Software-Updates für eine bessere Abgasreinigung und Umtauschprämien für ältere Diesel senken nach Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) die Belastung mit gesundheitsschädlichem Stickoxid um bis zu sechs Prozent. Das reiche aber nur in etwa 20 betroffenen Städten, um die Stickoxid-Werte unter die Marke von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel zu drücken, teilte das Ministerium mit. Damit drohen weiterhin Diesel-Fahrverbote.

Bei seinen Berechnungen ging das UBA laut Mitteilung davon aus, dass zwischen 3,5 und 5 Millionen Besitzer neuerer Diesel der Abgasnormen Euro 5 und 6 das freiwillige Update an der Motorsoftware vornehmen lassen. Die Experten rechneten mit einer Minderung des Stickoxid-Ausstoßes zwischen 15 und 25 Prozent durch die Updates.

Autobauer wollen Update für Millionen Dieselwagen

Die Wirkung der Umtauschprämien für Besitzer älterer Diesel, die sich neue Modelle zulegen, schätzen die Experten auf null bis zwei Prozent. "Deutlich höher wäre die Wirkung, wenn die Prämie nur für den Kauf sehr sauberer Fahrzeuge eingesetzt würde", hieß es in der Mitteilung. Prämien gibt es derzeit auch für neue Euro-6-Diesel, die im Alltagsgebrauch deutlich schmutziger sind als im Labor.

Die deutschen Autobauer hatten beim Diesel-Gipfel Anfang August zugesagt, insgesamt fünf Millionen Dieselwagen der Euronormen 5 und 6 mit einem Software-Update nachzurüsten, um den Schadstoffausstoß dieser Fahrzeuge zu senken. Zudem führten die Autobauer Umstiegsprämien für Besitzer älterer Dieselautos ein. Mit einem 500 Millionen Euro schweren Mobilitätsfonds, in den Bund und Autohersteller je zur Hälfte einzahlen, sollen Kommunen die Infrastruktur für Elektroautos verbessern oder öffentliche Nahverkehrsangebote attraktiver machen.

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