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Umweltministerin Schulze im ZDF - "Insektensterben wirklich dramatisch"

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Vor dem Votum der EU-Länder über ein Freilandverbot für bestimmte Insektizide hat Umweltministerin Schulze auf die Folgen der Gifte hingewiesen. Das Insektensterben sei dramatisch.

Sollte sich die EU für ein Verbot der sogenannten Neonikotinoide entscheiden, müsste deren Einsatz unter freiem Himmel binnen drei Monaten beendet werden, erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze im ZDF morgenmagazin. Die SPD-Politikerin wies auf die verheerenden Folgen dieser bienenschädlichen Gifte hin: "Das Insektensterben ist jetzt wirklich dramatisch."

Deswegen hoffe sie, dass das von der EU-Kommission geforderte Verbot von drei bienenschädlichen Insektiziden in freier Natur eine Mehrheit bekomme. "Dann ist binnen drei Monaten Schluss mit Neonikotinoiden."

Schulze: Notfalls im Alleingang

Wir haben uns in Deutschland vorgenommen, dass wir eine andere Pflanzenschutzpolitik machen wollen.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Sollte es nicht zu einem Freiland-Verbot dieser Pestizide in der EU kommen, wolle die Bundesregierung auch alleine dagegen vorgehen: "Wir haben uns in Deutschland vorgenommen, dass wir eine andere Pflanzenschutzpolitik machen wollen."

Heute entscheidet ein EU-Ausschuss über die Einschränkung von Neonikotinoiden. Die Stoffe sollen Schädlinge bekämpfen, können aber auch Bienen töten. Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA hatte kürzlich drei dieser Gifte als Gefahr für Wild- und Honigbienen eingestuft.

Umweltschützer für Komplettverbot

Die Kommission hat gefordert, den Freilandeinsatz von drei Stoffen dieser Insektizide vollständig zu verbieten. Sollte es zu einem Verbot kommen, blieben der Einsatz anderer Neonikotinoide und der Einsatz im Gewächshaus weiterhin erlaubt. Umweltschützer fordern ein vollständiges Verbot von Neonikotinoiden.

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