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Europa soll handeln - UN fordern Aufnahme von "Sea Watch"-Migranten

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43 gerettete Migranten harren derzeit auf dem Schiff "Sea Watch 3" aus. Die UN appellieren erneut dazu, das Schiff in Europa anlegen zu lassen und die Flüchtlinge aufzunehmen.

Die "Sea Watch 3" fährt im Mittelmeer. Archiv
Die "Sea Watch 3" fährt im Mittelmeer. Archiv
Quelle: Kai von Kotze/Sea Watch e.V./dpa

Nach dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat auch die UN-Organisation für Migration (IOM) an die Länder Europas appelliert, die Migranten auf dem Schiff "Sea Watch 3" an Land zu lassen. Vorschläge, die Migranten zurück nach Libyen zu bringen, seien inakzeptabel, sagte IOM-Sprecher Joel Millman.

Nach Libyen zurückgebrachte Migranten würden unter unmenschlichen Bedingungen in Auffanglagern festgehalten. An Bord sind nach Angaben des UNHCR 43 Flüchtlinge, darunter drei Minderjährige.

Das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch hatte die Migranten am 12. Juni an Bord genommen. Die "Sea-Watch 3" darf aber weder in einen italienischen Hafen noch in die Hoheitsgewässer des Landes fahren und harrt im Mittelmeer unweit von Lampedusa aus. Die Organisation riskiert hohe Strafen, wenn sie das Verbot der populistischen Regierung in Rom missachtet. Zehn Migranten durften das Schiff am Samstag unter anderem aus medizinischen Gründen verlassen.

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