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UN kürzen Etat für Friedensmissionen - Weniger Geld für die Blauhelme

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In 16 Friedensmissionen sind die Vereinten Nationen derzeit im Einsatz - etwa in Afrika, im Nahen Osten und im Kosovo. Das Ziel der weltweiten Blauhelm-Einsätze: Frieden sichern und Krisenregionen stabilisieren. Doch nun setzen die UN nach Druck aus den USA den Rostift an - mit kaum vorhersehbaren Folgen.

Die UN-Vollversammlung hat das Budget für die weltweit 16 Einsätze zusammengestrichen, und zwar auf Druck der US Regierung.

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Insgesamt haben die Vereinten Nationen (UN) ihr Budget für die 16 Missionen um umgerechnet mindestens 523 Millionen Euro gekürzt. Die UN-Vollversammlung in New York verabschiedete einen Etat von 5,9 Milliarden Euro für den Zeitraum von Juli 2017 bis Juni 2018. In den kommenden Monaten will sie voraussichtlich weitere 435 Millionen Euro freigeben. Damit würde das Budget für die Friedensmissionen von etwa 6,88 auf etwa 6,4 Milliarden Euro fallen.

Vor allem die USA hatten sich unter Führung ihrer UN-Botschafterin Nikki Haley für diese Kürzungen stark gemacht, während EU-Länder weniger drastische Einschnitte durchsetzen wollten. "Wir sind froh, dass die Europäische Union erreicht hat, was wir wollten", sagte Italiens UN-Botschafter Sebastiano Cardi, der sich zufrieden mit dem Ergebnis zeigte.

Trump: US-Anteil "unfair"

Die Blauhelme sind derzeit vor allem in Afrika und dem Nahen Osten im Einsatz, aber auch auf Haiti, Zypern und im Kosovo. Haley hatte bei Anhörungen im Abgeordnetenhaus gesagt, ein Anteil der USA von 25 statt derzeit 28,5 Prozent an weltweiten Peacekeeping-Einsätzen sei "nachhaltig".

Auch UN-Generalsekretär António Guterres war in den vergangenen Tagen in Washington zu Gast, um mit führenden Politikern über den US-Beitrag zum Budget der Weltorganisation zu sprechen. US-Präsident Donald Trump hatte die Höhe der Beitragszahlungen der Vereinigten Staaten zuvor als "unfair" bezeichnet und einen Vorschlag für den US-Haushalt vorgelegt, der deutliche Kürzungen vorsieht. Dieser muss vom Kongress aber erst noch verhandelt werden.

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