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Angeblich Armeebasis bombardiert - Syrien: UN-Rat tagt - USA dementieren Attacke

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Der UN-Sicherheitsrat befasst sich mit dem mutmaßlichen Giftgasangriff im syrischen Duma. Die USA dementieren indes, eine Militärbasis bombardiert zu haben.

Eine Rakete über Syrien. Symbolbild
Rakete über Syrien (Archivbild)
Quelle: Ammar Safarjalani/XinHua/dpa

Die USA haben nach eigenen Angaben keine Luftschläge in Syrien ausgeführt. Das US-Verteidigungsministerium reagierte auf einen Bericht des syrischen Staatsfernsehens, in dem es hieß, die USA könnten für Angriffe auf einen Flugplatz nahe der Stadt Homs verantwortlich sein. Die syrische Luftabwehr habe acht Raketen abgeschossen, hieß es. Die Rede war von Explosionen und zahlreichen Toten und Verletzten.

"Derzeit führt das Verteidigungsministerium keine Luftschläge in Syrien aus", sagte dagegen ein Pentagon-Sprecher. Die Situation werde allerdings genau beobachtet. Das Pentagon unterstütze die laufenden diplomatischen Anstrengungen, um die Verantwortlichen für den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien und anderswo zur Verantwortung zu ziehen.

Israelische Kampfjets?

Libanesischen Medien zufolge hatten Bewohner nahe der südöstlichen Grenze zu Syrien in den frühen Morgenstunden von Kampfjets im Luftraum berichtet, was möglicherweise auf einen Angriff aus Israel hindeuten könnte. Die Berichte konnten vorerst nicht unabhängig verifiziert werden.

Karte: Syrien - Damaskus - Homs
Karte: Syrien - Damaskus - Homs
Quelle: ZDF

Der Raketenangriff folgt auf Berichte über einen mutmaßlichen Giftgasanschlag auf die Stadt Duma in der Rebellenhochburg Ost-Ghuta (nahe Damaskus). Die syrische Armee soll dafür verantwortlich sein. Mehr als 150 Menschen sollen dabei am Samstag getötet und mehr als 1.000 verletzt worden sein.

Sicherheitsrat tagt

In New York will sich der UN-Sicherheitsrat mit dem mutmaßlichen Chemiewaffenangriff befassen. Die USA hatten die Dringlichkeitssitzung mit acht weiteren Staaten beantragt, darunter auch die ständigen Ratsmitglieder Frankreich und Großbritannien. Auf Antrag Russlands soll es noch ein separates zweites Treffen geben.

US-Präsident Donald Trump und sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron hatten am Sonntag zu den Ereignissen in Syrien telefoniert, wie das Weiße Haus und der Elyséepalast mitteilten. Die beiden Staatsmänner hätten den mutmaßlichen Giftgasangriff scharf kritisiert und sich darauf verständigt, dass die syrische Führung um Präsident Baschar al-Assad zur Verantwortung gezogen werden müsse.

"Informationen zur Art der Attacke austauschen"

Allerdings gab es zunächst keine stichhaltigen Beweise dafür, dass der mutmaßliche Giftgaseinsatz auf das Konto Assads geht. Russland und Iran wiesen entsprechende Vorwürfe zurück. "Sie haben sich darauf verständigt, Informationen zur Art der Attacke auszutauschen und eine starke, gemeinsame Reaktion zu koordinieren", hieß es vom Weißen Haus nach dem Telefonat. Man wolle gemeinsame Aktionen und Initiativen mit dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen koordinieren, hieß es aus dem Elyséepalast.

Das Auswärtige Amt in Berlin äußerte sich besorgt: "Sollte sich das bewahrheiten, worauf im Moment vieles hindeutet, dann hat das Regime - fast auf den Tag genau ein Jahr nach Khan Sheikhoun - erneut international geächtete Waffen eingesetzt und Unschuldige auf grausame Art und Weise getötet. Dies verurteilen wir auf das Schärfste", teilte ein Sprecher mit.

Syrische Rebellen und Zivilisten begannen unterdessen ihren Abzug aus der Stadt Duma, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Die Evakuierung der Stadt, die von der islamistischen Rebellengruppe Dschaisch al-Islam kontrolliert wird, war mit russischer Hilfe ausgehandelt worden. Wie Sana berichtet, sollten die Kämpfer und ihre Familien mit Bussen in die nordsyrische Stadt Dscharablus gebracht werden.

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