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Human Development Index der UN - Vierter Platz für Deutschland und Hongkong

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Der Human Development Index der UN zeigt, in welchen Ländern die Lebensqualität besonders hoch und in welchen sie sehr niedrig ist. Norwegen bleibt vorne, Schlusslicht ist Niger.

Elbsandsteingebirge, Kipphornaussicht über Sächsische Schweiz.
Deutschland belegt im Index der menschlichen Entwicklung für Lebensqualität den vierten Platz.
Quelle: mev

Norwegen an der Spitze - wieder belegt das Land den ersten Platz im Index der menschlichen Entwicklung für Lebensqualität (HDI). Dieser wurde heute vom UN-Entwicklungsprogramm UNDP für das Jahr 2018 veröffentlicht. Die Schweiz schafft es, genau wie 2017, auf Platz zwei des weltweiten Rankings. An dritter Stelle folgt Irland. Deutschland teilt sich gemeinsam mit Hongkong Platz vier. Das verwundert auf den ersten Blick, vor allem weil in Hongkong seit einem halben Jahr heftige Proteste zum Alltag der Menschen gehören. Doch das Ranking bezieht sich auf die Zeit vor diesen Demonstrationen.

Der HDI fasst die durchschnittliche Leistung in verschiedenen Dimensionen der menschlichen Entwicklung zusammen: Ein langes, gesundes Leben, der Bildungsstand und ein angemessener Lebensstandard. Die Dimension der Gesundheit wird anhand der Lebenserwartung bei der Geburt bewertet, der Bildungsstand anhand der Schuljahre, die Menschen mit 25 Jahren abgeschlossen haben sowie der erwarteten Schuljahre für Kinder zu Schulbeginn. Die Dimension Lebensstandard ergibt sich aus dem Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf. Aus den Ergebnissen dieser drei Dimensionen errechnet sich ein Mittelwert, welcher im Index zusammengefasst wird.  

"Das neue Gesicht der Ungleichheit"

Grundsätzlich sieht die UN-Organisation weltweit eine stetig steigende Lebensqualität. Die Gruppe mit einem sehr hohen HDI umfasse inzwischen 62 Länder und Territorien. Es gebe beeindruckende Verbesserungen etwa bei Bildung oder der Lebenserwartung, die durch bessere medizinische Versorgung von Kindern erreicht werde. Zugleich blieben aber die Unterschiede zwischen den Lebensbedingungen in armen und reichen Ländern riesig, so UNDP. Ungleichheit würde sich in verschiedenen Bereichen und Dimensionen des Lebens weltweit widerspiegeln.

"Verschiedene Auslöser bringen die Menschen auf die Straße - die Kosten für eine Fahrkarte, der Benzinpreis, das Verlangen nach politischer Freiheit, das Streben nach Fairness und Gerechtigkeit. Das ist das neue Gesicht der Ungleichheit", sagt UNDP-Leiter Achim Steiner. Durch Ungleichheit wären laut UNDP durchschnittlich zwanzig Prozent des Entwicklungsfortschritts im Jahr 2018 verlorengegangen. Steiner sagt weiter: "Bei Ungleichheit geht es nicht nur darum, wie viel jemand im Vergleich zu seinem Nachbarn verdient. Es geht um die ungleiche Verteilung von Reichtum und Macht."

Bei Ungleichheit geht es nicht nur darum, wie viel jemand im Vergleich zu seinem Nachbarn verdient. Es geht um die ungleiche Verteilung von Reichtum und Macht.
UNDP-Leiter Achim Steiner

Zu viele Menschen in zu vielen Ländern seien Opfer dieser Ungleichheit. Die Verluste im Bereich der menschlichen Entwicklung für Lebensqualität, die auf sie zurückzuführen sind, seien in Afrika, südlich der Sahara, am höchsten. Europa und Zentralasien bleiben mit 11,7 Prozent die Regionen mit den niedrigsten Gesamtverlusten aufgrund von Ungleichheit.

Schlusslicht: Niger

Der HDI liegt im weltweiten Durchschnitt bei Frauen um sechs Prozent niedriger als bei Männern. Auf globaler Ebene ist die Diskrepanz zwischen Frauen und Männern auf das geringere Einkommen und die geringere Bildung von Frauen zurückzuführen.

Länder, in denen bewaffnete Konflikte herrschen, schneiden in dem Ranking schwach ab: Libyen liegt auf Rang 110, Syrien auf Platz 154 und der Jemen auf Platz 177 des Rankings. Die letzten fünf Plätze des HDI belegen Burundi, Südsudan, Tschad, die Zentralafrikanische Republik und als Schlusslicht Niger.

Insgesamt wurden 189 Länder und Territorien für den HDI bewertet und auf der Rangliste platziert.

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