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UN-Vollversammlung - Iran bestreitet Verletzung des Atom-Abkommens

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Irans Präsident Rohani hat versichert, dass sein Land sich an das Abkommen zur Begrenzung seines Atomprogramms hält. Iran sei "nicht unehrlich", sagte Rohani vor der UN-Vollversammlung. Er reagierte auf US-Präsident Trump, der vor den UN einen Ausstieg aus dem Abkommen angedeutet hatte.

Scharf hatte US-Präsident Trump bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung den Iran kritisiert. Heute nun die Gegenrede von Irans Präsident Rohani. Iran werde am Nuklearabkommen festhalten und den Vertrag nicht als erster verletzten.

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Rohani konterte die scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump gegen die Islamische Republik mit deutlichen Worten. Trumps Rhetorik vom Vortag sei "ignorant, absurd und abscheulich" und sei als Rede vor den Vereinten Nationen "ungeeignet", sagte Rohani in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte in New York am Mittwoch. Die USA hätten Milliarden für Frieden und Stabilität im Nahen Osten ausgegeben. Gebracht habe das in der Region aber nur "Krieg, Elend, Armut und den Aufstieg von Terrorismus und Extremismus".

"Nur zur Selbstverteidigung"

Rohani erklärte, dass die Raketen und andere militärische Fähigkeiten Irans nur der Selbstverteidigung dienten. "Wir können nicht die Bürger in vielen unserer Städte vergessen, die Ziele der Langstreckenraketen vom (irakischen Diktator) Saddam Hussein in dessen achtjährigem Krieg gegen uns wurden", sagte Rohani. Der bewaffnete Konflikt zwischen beiden Ländern begann 1980 mit einer irakischen Invasion im Iran.

Erstmals seit seiner Amtseinführung hatte Trump am Dienstag vor den UN gesprochen, seine Rede war mit Spannung erwartet worden. Deutliche Worte teilte er gegen Iran aus: Es handele sich um einen abgewirtschafteten Schurkenstaat, dessen Hauptexportartikel Gewalt, Blutvergießen und Chaos seien.

Das internationale Atomabkommen nannte er zum wiederholten Mal einen Fehler. Es sei eine "Peinlichkeit" für die USA gewesen. Lob für die Ansagen bekam Trump vor allem vom israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. "In meinen mehr als 30 Jahren Erfahrung mit den Vereinten Nationen habe ich noch nie eine kühnere oder mutigere Rede gehört." Auch in Südkorea erntete er Zuspruch. Ein Regierungsvertreter sagte, die von Trump in seiner Rede verwendete Zeit für Nordkorea zeige, wie ernsthaft Washington die Angelegenheit nehme.

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