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Entscheidung der UNESCO - Welterbe-Titel für Angola und Eritrea

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Eritreas Hauptstadt Asmara und M'banza Kongo in Angola sind von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Damit haben erstmals Orte in diesen Ländern den Titel erhalten. Zuvor wurde bereits die geteilte Stadt Hebron im Weltjordanland zum Weltkulturerbe ernannt.

In kaum einem anderen Land der Welt prallen diese Gegensätze so hart aufeinander, wie im westafrikanischen Angola. Die einen leben in Glaspalästen, die anderen versinken in Elendsvierteln in ihrem Müll.

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Erstmals hat die UNESCO Stätten in Angola und Eritrea zum Welterbe erklärt. Bei Beratungen am Samstag in Krakau verliehen die Experten der alten angolanischen Stadt von M'banza Kongo und der modernistischen Stadt Asmara in Eritrea den begehrten Titel. M'banza Kongo veranschauliche wie sonst nirgendwo in Subsahara-Afrika die tiefgreifenden Veränderungen nach der Einführung des Christentums und der Ankunft der Portugiesen im 17. Jahrhundert, hieß es in der Begründung der Experten. Asmara erklärte die UNESCO zu einem außergewöhnlichen Zeugnis des Städtebaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Auch die Altstadt von Hebron im Westjordanland ist von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden. Die UNESCO-Kommission setzte die Altstadt zugleich auf die Liste der bedrohten Stätten, wie am Freitagabend bei der Tagung der UNESCO-Kommission in Krakau bekanntwurde. Das Grabmal der Patriarchen in Hebron ist Pilgerstätte von Juden, Christen und Muslimen. Dort sollen nach biblischer Überlieferung unter anderem Abraham und Isaak begraben sein. Abraham gilt sowohl im Judentum und Christentum als auch im Islam als Stammvater.

Kritik aus Israel und den USA

Die Palästinenser hatten sich für den Schutz der Stätten bei der UNESCO eingesetzt. Israel kritisierte die Entscheidung. Hebron ist zweigeteilt: Ein Teil untersteht der Palästinensischen Autonomiebehörde, ein anderer Teil wird von der israelischen Regierung kontrolliert. Auch die USA äußerten Kritik und erklärten, ihre Beziehungen zur UNESCO überprüfen zu wollen.
Zum Weltkulturerbe wurde auch eine Erweiterung des Nationalparkkomplexes in Benin, Burkina Faso erklärt. Welche weiteren Orte künftig den Titel "Welterbe" erhalten, wollte die UNESCO-Kommission auf ihrer weiteren Sitzung entscheiden. Unter den weltweit 33 Kandidaten befinden sich auch drei deutsche Nominierungen.

Auch deutsche Städte im Rennen

Deutschland hat sich mit den Bauhausstätten in Dessau (Sachsen-Anhalt) und Bernau (Brandenburg), dem Naumburger Dom und der hochmittelalterlichen Kulturlandschaft an Saale und Unstrut (Sachsen-Anhalt) sowie den Höhlen der ältesten Eiszeitkunst (Baden-Württemberg) um den "Welterbe"-Titel beworben. Bis zum 12. Juli entscheidet das UNESCO-Komitee in Südpolen über mehr als 30 Nominierungen aus aller Welt. Am Freitag hatten die Experten unter anderem den Nationalpark Los Alerces in Argentinien sowie die Daurischen Landschaften in der Mongolei und Russland in die Welterbe-Liste aufgenommen.

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