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Ungleiche Verteilung bleibt - Vermögen der Bundesbürger steigt

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Wer Häuser, Wohnungen und Aktien besitzt, konnte sein Vermögen in den vergangenen Jahren mehren. An vielen geht der Boom allerdings vorbei.

Bundesbank-Studie: Vermögen der Bundesbürger gestiegen.Archivbild
Bundesbank-Studie: Vermögen der Bundesbürger gestiegen.Archivbild
Quelle: Arne Dedert/dpa

Aktien und vor allem Immobilien machen den Unterschied: Nach Daten der Bundesbank sind die Vermögen der privaten Haushalte weiterhin ungleich verteilt - auch wenn sie im Schnitt gestiegen sind. Das geht aus der Bundesbank-Studie "Private Haushalte und ihre Finanzen" (PHF) hervor.

Demnach gehören den reichsten zehn Prozent der Haushalte 55 Prozent des gesamten Nettovermögens - also des Vermögens abzüglich Schulden. Die untere Hälfte der Haushalte muss sich mit mageren 3 Prozent begnügen.

Haushalte verfügen im Schnitt über 232.800 Euro Nettovermögen

"Insbesondere die Nettovermögen von Immobilieneigentümern haben sich in Folge der gestiegenen Immobilienpreise erhöht", heißt es im Bundesbank-Monatsbericht. Allerdings besitzen nur 44 Prozent der Privathaushalte in Deutschland Wohneigentum. An vielen Menschen geht der Immobilienboom somit vorbei. In anderen Euroländern, zum Beispiel in Italien oder Spanien, ist die Quote der Immobilienbesitzer mit zuletzt etwa 70 beziehungsweise rund 80 Prozent deutlich höher.

Insgesamt konnten die Bundesbürger dank niedriger Arbeitslosigkeit und höherer Einkommen in den vergangenen Jahren mehr auf die Seite legen. Zugleich profitierten sie von steigenden Aktienkursen und Immobilienpreisen. Abzüglich Schulden verfügten die Haushalte 2017 im Schnitt über ein Nettovermögen von 232.800 Euro. Das waren 18.300 Euro mehr als bei der Auswertung drei Jahre zuvor. Befragt wurden 4.942 repräsentativ ausgewählte Haushalte.

Weil die Durchschnittswerte stark durch Extremwerte beeinflusst sind, halten die Bundesbank-Experten eine andere Auswertung für aussagekräftiger: den sogenannten Medianwert. Er liegt in der Mitte, wenn man die Werte der Größe nach sortiert. Die Haushalte werden in eine reichere und eine ärmere Hälfte geteilt. Der Medianwert liegt deutlich niedriger als der Durchschnittswert: Netto bei 70.800 (2014: 60.400) Euro. "In der Mitte und im unteren Bereich der Verteilung findet man kaum Haushalte mit Immobilieneigentum und Aktienbesitz", erläuterte die Bundesbank.

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