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Ungleichheit und hohe Kosten - Zehntausende Chilenen protestieren

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Die zweitgrößte Demonstration seit Beginn der Proteste gab es in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Dort gingen rund 75.000 Menschen auf die Straße.

Wieder haben in Chiles Hauptstadt Santiago Zehntausende für den Rücktritt des Präsidenten protestiert. Vermummte Demonstranten steckten ein Universitätsgebäude in Brand.

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Rund 75.000 Menschen haben in der chilenischen Hauptstadt Santiago gegen die soziale Ungleichheit und die hohen Kosten für Transport, Gesundheit und Bildung protestiert. Sie zogen am Freitag größtenteils friedlich zur Plaza Italia im Zentrum der Metropole. Laut einem Bericht der Zeitung "La Tercera" war es die zweitgrößte Demonstration bei den seit Wochen andauernden Protesten.

Die Teilnehmer trugen chilenische Fahnen und Transparente mit Parolen gegen den konservativen Präsidenten Sebastián Piñera. Als der Protestzug am Präsidentenpalast vorbeizog, forderten die Demonstranten den Rücktritt des Präsidenten.

Hohe Einkommensunterschiede, hohe Kosten

Vermummte stürmten unterdessen ein historisches Gebäude der Universität Pedro de Valdivia und steckten es in Brand. Daneben plünderten gewalttätige Demonstranten eine Kirche und errichteten Barrikaden aus dem Mobiliar.

Alles begann mit Protesten wegen einer Erhöhung der Metro-Fahrpreise – inzwischen geht es den Chilenen um das große Ganze: eine gerechtere Gesellschaft. Gewaltsames Einschreiten der Polizei bei den Demonstrationen forderte schon mehrere Tote.

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Lange galt Chile als Hort der Stabilität in Südamerika. Allerdings gibt es im reichsten Land der Region hohe Einkommensunterschiede. Vor allem Bildung und Gesundheitsversorgung sind sehr teuer. Die heftigen Proteste entzündeten sich letztendlich an einer geringfügigen Erhöhung der Metro-Preise.

Viele der Demonstranten fordern nun aber auch eine Abkehr vom neoliberalen Wirtschaftsmodell und eine grundlegende Reform der Verfassung, die noch aus der Zeit der Militärdiktatur von Augusto Pinochet stammt. Wegen der massiven Proteste sagte die Regierung den Asien-Pazifik-Gipfel und die Weltklimakonferenz ab.

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