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Sicherheitslage in Afghanistan - UNHCR warnt vor Pauschalisierungen

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Ob Afghanistan sicher ist oder nicht könne man nicht pauschal beantworten, sagt der deutsche Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks. Jeder Fall müsse einzeln betrachtet werden.

UNHCR-Vertreter in Deutschland, Dominik Bartsch. Archivbild
UNHCR-Vertreter in Deutschland, Dominik Bartsch. Archivbild
Quelle: Jens Büttner/ZB/dpa

Mit Blick auf die Sicherheitslage in Afghanistan warnt das UN-Flüchtlingskommissariat vor Pauschalisierungen. Menschen könnten nur abgeschoben werden, wenn eine Prüfung eindeutig ergeben habe, dass sie nicht geschützt werden müssten, sagte der Vertreter des UNHCR in Deutschland, Dominik Bartsch.

Afghanistan sei weder für jeden sicher noch unsicher. "Es hängt bei diesem Land extrem davon ab, welchen ethnischen Hintergrund man hat, welches Geschlecht und welche verwandtschaftlichen Strukturen."

Politische Lösung angemahnt

"Dann mag die eine Region ein Überleben möglich machen, während die andere hochgefährlich ist." Zuletzt erhielten in Deutschland knapp 64 Prozent der Schutzsuchenden aus Afghanistan bei ihrem ersten Antrag Asyl - wenn man die Fälle ausklammert, die sich aus formalen Gründen erledigt haben, etwa weil ein anderes EU-Land zuständig ist.

Die Situation in dem Land ändere sich ständig und müsse auch dauernd neu bewertet werden, unterstrich Bartsch. "Viele Afghanen, die jetzt abgeschoben werden, waren zudem für viele Jahre nicht in Afghanistan, was die Heimkehr weiter erschweren kann oder gar eine Gefährdung auslösen kann." Er wies auch auf die großen wirtschaftlichen Probleme Afghanistans hin. Mit Blick auf schwere Menschenrechtsverletzungen und Krieg in dem Land mahnte er eine politische Lösung an.

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