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Amyotrophe Lateralsklerose - Hawking hat jahrelang seiner Krankheit getrotzt

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Er saß im Rollstuhl, konnte sich nur mit Hilfe eines Sprachcomputers mitteilen: Stephen Hawking litt seit 1963 an der Nervenkrankheit ALS, die ihn zunehmend lähmte.

Archiv: Das Bild zeigt für einen Probanden maßgeschneiderte Nervenzellen, sogenannte Astrozyten, die eine wichtige Rolle bei der Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) spielen (undatiertes handout)
Astrozyten sind Nervenzellen die eine wichtige Rolle bei der Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) spielen (Archivbild). Quelle: dpa

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) führt zu zerstörten Nerven und fortschreitender Muskellähmung. Die Betroffenen können sich im Verlauf der Erkrankung nicht mehr bewegen, sie haben Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen und Atmen. Das Bewusstsein und der Intellekt bleiben aber in der Regel intakt. Etwa die Hälfte der Patienten stirbt innerhalb der ersten drei Jahre. Nur in Ausnahmefällen leben sie länger als ein Jahrzehnt mit der unheilbaren Krankheit - bei Stephen Hawking war es sogar mehr als ein halbes Jahrhundert.

"Hawking hatte extrem seltene, langsam verlaufende Form"

"Es gibt unterschiedliche Formen von ALS", sagt der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (Freiburg), Horst Ganter. "Bei Stephen Hawking stellte sich heraus, dass er eine extrem seltene, langsam verlaufende Form hatte." Die Todesursache ist meist Atemlähmung. Über die genauen Ursachen und Mechanismen der Nervenkrankheit ist wenig bekannt. Die meisten Fälle treten spontan auf, nur bis zu zehn Prozent sind familiär gehäuft.

Am häufigsten erkranken Menschen im Alter von 50 bis 70 Jahren, Männer häufiger als Frauen. In Deutschland gibt es Schätzungen zufolge rund 6.000 ALS-Patienten. Auch der Künstler Jörg Immendorff starb 2007 an dieser Nervenkrankheit.

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