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Unicef blickt auf blutiges Jahrzehnt für Kinder zurück

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Kriege und Konflikte - Unicef blickt auf blutiges Jahrzehnt für Kinder zurück

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Die Gewalt gegen Kinder in Krisengebieten nimmt dramatisch zu. Laut UN-Kinderhilfswerk seien mehr als 170.000 junge Menschen verletzt oder getötet worden. Kein Ende in Sicht.

Kinder und Frauen auf der Flucht in Syrien
Kinder und Frauen auf der Flucht in Syrien
Quelle: AP

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) blickt zum Jahreswechsel auf ein "blutiges Jahrzehnt" für Kinder in Konfliktgebieten zurück. Mehr als 170.000 Minderjährige seien in der vergangenen Dekade durch kriegerische Auseinandersetzungen verletzt oder getötet worden, teilte Unicef am Montag in New York mit. Verglichen mit 2010 habe sich die jährliche Opferzahl heute verdreifacht.

"Angriffe auf Kinder gehen unvermindert weiter"

Die Zahl der Länder mit bewaffneten Konflikten sei die höchste seit der Annahme der Kinderrechtskonvention durch die Vereinten Nationen im Jahr 1989. "Weltweite Konflikte dauern heute länger, verursachen mehr Blutvergießen und fordern mehr junge Leben", sagte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore.

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Weltweite Konflikte dauern heute länger, verursachen mehr Blutvergießen und fordern mehr junge Leben.
Henrietta Fore, Unicef-Exekutivdirektorin

"Angriffe auf Kinder gehen unvermindert weiter, weil sich kriegführende Parteien über eine der grundlegendsten Regeln der Kriegsführung hinwegsetzen: dem Schutz von Kindern." Der Konflikt in Afghanistan zeigt, wie täglich viele Kinder getötet oder verstümmelt werden, weil der Schutz von Kindern kaum eine Rolle spielt:

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Laut Unicef wurden bei Konflikten allein im Jahr 2018 mehr als 12.000 Kinder getötet oder verstümmelt und dieselbe Zahl von Kindern anderweitig verletzt, etwa durch sexuellen Missbrauch oder bei Angriffen auf Schulen und Krankenhäuser. Kinder seien in Konflikt- und Kriegsgebieten Luftangriffen, Landminen, Raketen- und Artielleriebeschuss ausgeliefert.

Im ersten Halbjahr 2019 zählte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen mehr als 10.000 betroffene Kinder. Als besondere Krisenschwerpunkte nennt Unicef unter anderem Syrien, die Demokratische Republik Kongo, Kamerun und Afghanistan. Unicef warnt vor einer "verlorenen Generation". Und Kinder leiden besonders unter Krieg und Konflikten.

Mit einer Installation in New York hatte das Kinderhilfswerk Unicef an die Tode von Kindern in Krisengebieten erinnert. Kinderrucksäcke stehen wie Grabsteine auf einem Soldatenfriedhof:

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