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UNICEF - Eine Million Babys sterben am Tag ihrer Geburt

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Jedes Jahr sterben weltweit 2,6 Millionen Babys noch in ihrem ersten Lebensmonat. Eine Million Neugeborene überleben nach Zahlen von UNICEF sogar den Tag ihrer Geburt nicht.

Ein Neugeborenes Kind liegt in einem Inkubator und wird von einer Krankenschwester medizinisch versorgt am 17.02.2018 in Sanaa (Jemen)
Ein Neugeborenes Kind liegt in einem Inkubator und wird von einer Krankenschwester medizinisch versorgt am 17.02.2018 in Sanaa (Jemen)
Quelle: dpa

Meist seien vermeidbare Gründe für die alarmierend hohe Sterblichkeit von Neugeborenen verantwortlich, heißt es in einem Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen. Vor allem in den ärmsten Ländern seien die Zahlen erschreckend hoch.

"Wenn man bedenkt, dass die Mehrzahl dieser Fälle vermeidbar wäre, ist es ganz klar: Die Welt versagt beim Schutz der ärmsten Babys", betonte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. Die besten Überlebenschancen haben demnach Babys in Japan, Island und Singapur. Die schlechtesten Chancen haben Neugeborene in Pakistan, der Zentralafrikanischen Republik und Afghanistan.

Es fehlt an sauberem Wasser und Desinfektionsmitteln

Zum Vergleich: Während in Pakistan statistisch eines von 22 Babys nicht den ersten Lebensmonat überlebt, ist es in Japan eines von 1.111 Babys. Deutschland steht auf der Länderliste auf dem zwölften Platz: Statistisch stirbt laut UNICEF in Deutschland eines von 435 Babys. Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate von Neugeborenen in Entwicklungsländern ist 27 von 1.000 Lebendgeburten im Vergleich zu drei von 1.000 Geburten in Industrieländern.

Mehr als 80 Prozent der Todesfälle innerhalb der ersten vier Wochen sind laut UNICEF auf folgende Faktoren zurückzuführen: mangelnde Behandlung nach einer Frühgeburt, Komplikationen bei der Geburt oder Infektionen wie Lungenentzündung oder Sepsis. Die Todesfälle könnten vermieden werden, wenn ausgebildete Hebammen Frauen und Kinder betreuten.

Zudem seien sauberes Wasser, Desinfektionsmittel, Stillen und Hautkontakt unmittelbar nach der Geburt sowie gute Ernährung unerlässlich, betont UNICEF. Der Bericht zeigt auf, dass acht von zehn Ländern mit der höchsten Sterblichkeit von Neugeborenen in Afrika südlich der Sahara liegen. Dor würden schwanger Frauen wegen Armut, Konflikten und schwachen Gesundheitseinrichtungen sehr häufig schlecht betreut.

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