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Toskana und Rom - Unwetter in Italien - mehrere Tote

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Heftige Regenfälle und starker Wind - in Italien sind bei Unwettern mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Am schwersten betroffen ist die Stadt Livorno in der Toskana. Auch in Rom stehen Straßen unter Wasser.

Bei schweren Unwettern in Mittelitalien sind mindestens sechs Menschen getötet worden, zwei Personen werden noch vermisst. Nach fast zwei Monaten Trockenheit führten starke Regenfälle vielerorts zu Überschwemmungen.

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Unter den Toten in Livorno ist eine Familie mit einem vierjährigen Kind. Sie wurde in einem überschwemmten Untergeschoss eines Hauses gefunden, rundherum Schlamm und Trümmer. Die Anwohner sind schockiert. "In all den Jahren habe ich noch nie so einen zerstörerischen Sturm erlebt", sagt Piero Caturelli. "Es ist unglaublich. Abends um zehn ging's los und es dauerte bis zum Morgen."

"Die Stadt ist verwüstet"

Innerhalb weniger Stunden sei Livorno von "einer verrückten Regenmenge" getroffen worden, sagt Bürgermeister Filippo Nogarin. "Die Stadt ist buchstäblich verwüstet."
Heftiger Wind hat Bäume entwurzelt, Regen und Schlamm haben Straßen unter Wasser gesetzt, Autos wurden weggespült. Nogarin bittet freiwillige Helfer um Unterstützung.

Er spricht von einer "sehr schwierigen" und "kritischen" Situation: "Die Stadt ist am Boden." Der Regierung wirft der Bürgermeister vor, die Gefahr unterschätzt und eine zu schwache Unwetterwarnung herausgegeben haben. Die Zahl der Todesopfer könne noch steigen, warnt er.

Überschwemmungen in Rom

Ein weiteres Todesopfer gab es bei einem Verkehrsunfall, es war jedoch zunächst unklar, ob dieser durch das Unwetter verursacht wurde. Zwei weitere Menschen wurden nach Feuerwehrangaben vermisst. Die Stadt mit 170.000 Einwohnern ist ein beliebter Transitpunkt für Touristen, von dort legen Fähren nach Elba und Sardinien ab.

Das Unwetter begann im Norden Italiens und bewegte sich Richtung Süden. Der Zivilschutz gab auch für Florenz eine Unwetterwarnung heraus. Auch in der Hauptstadt Rom, wo in den vergangenen Wochen extreme Wasserknappheit herrschte, wurden Straßen überflutet. Herabgestürzte Äste blockierten Fahrbahnen und Gehwege. Mehrere U-Bahn-Stationen im Zentrum wurden bis auf weiteres gesperrt, Zug- und Fährverbindungen unterbrochen.

Die Stadtverwaltung rief Bewohner und Touristen auf, nur in dringenden Fällen ins Freie zu gehen und Parkanlagen zu meiden. Für den Rest des Sonntags und den Montag bestand laut Wettervorhersagen die Gefahr von Hagelstürmen und heftigem Wind.

Auch aus Ligurien, dem Piemont und Teilen Süditaliens wurden Überschwemmungen gemeldet. Zuvor hatte eine anhaltende Trockenheit großen Teilen Italiens und Rom zu schaffen gemacht.

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