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Regen und Sturm in Norditalien - Unwetter an der Adria: Deutsche Politikerin verletzt

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Während der Süden Italiens noch unter der Hitze ächzt, ist ein schweres Unwetter über den Norden gezogen. Vor allem an der Adriaküste wurden etliche Menschen durch umgestürzte Bäume und auf überfluteten Campingplätzen verletzt. Unter ihnen ist auch Brandenburgs linke Sozialministerin Diana Golze.

Eine Hitzewelle hielt Südosteuropa über Wochen und Tage fest im Griff. Jetzt hat es sich wieder abgekühlt doch Entwarnung ist nicht in Sicht. Denn auf die Hitze folgen schwere Gewitter mit Sturm und Hagel.

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Heftige Unwetter mit starkem Wind, Regen, Hagel und Gewitter sind über Norditalien hinweggezogen. Im äußersten Nordosten des Landes saßen 70.000 Stromkunden am Donnerstagabend im Dunkeln. Campingplätze an der Adriaküste nahe Venedig wurden unter Wasser gesetzt, zahlreiche Bäume stürzten um. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Linken-Politikerin schwer verletzt

"Ich habe das Gewitter über dem Meer heranziehen sehen und bin zum Campingplatz gelaufen. Die Bäume um mich herum stürzten um, und einer traf eine 42-jährige Touristin", sagte ein Feuerwehrmann, der in dem Ort Jesolo Ferien machte, der Zeitung "Corriere della Sera". Zusammen mit einem Arzt habe er die Äste durchbrochen, bis die Frau befreit war. Die Verletzte hätten sie dann auf einem Surfbrett zum Strand transportiert, von wo aus sie mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde.

Ob es sich dabei um die im Italien-Urlaub verletzte Sozialministerin Brandenburgs, Diana Golze (Linke), handelte, war zunächst unklar. Sicher ist, dass die Politikerin in Norditalien von einem (möglicherweise genau diesem) umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt wurde. Der Vorfall habe sich am späten Donnerstagnachmittag bei einem Unwetter auf einem Campingplatz in Norditalien ereignet, hieß es aus dem Ministerium. Golze sei in einem Krankenhaus sofort operiert worden, und es gehe ihr den Umständen entsprechend gut.

Sturm richtet Schäden an

Um die 50 Menschen hätten sich an die Unfallstellen der umliegenden Krankenhäuser gewandt, nachdem über die Orte Caorle, Jesolo und San Michele al Tagliamento an der Adriaküste eine Windhose gezogen war. Die Menschen waren von umherfliegenden Gegenständen getroffen worden. Die meisten seien leicht verletzt, berichtete Ansa.

In Portogruaro deckte der starke Wind einen Supermarkt ab, in Caorle wurden Unterkünfte und Strandbäder in Mitleidenschaft gezogen, wie "Corriere della Sera" berichtete. Die Schäden werden in der Region Venetien auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Strom gekappt

Unwetter wüteten am Donnerstag auch in der Region Friaul-Julisch Venetien, die an der Grenze zu Österreich und Slowenien liegt. Das Stromnetz brach zusammen, 70.000 Kunden waren betroffen, wie der Versorger e-distribuzione mitteilte. Rund 500 Techniker waren im Einsatz, am Freitagmorgen war ein Großteil der Haushalte wieder versorgt. 18.000 Kunden mussten allerdings noch ohne Strom ausharren.

Während die Feuerwehren im Norden wegen Unwetterschäden im Einsatz waren, hielten bereits am Freitagvormittag mehr als 100 Wald- und Buschbrände in südlicheren Regionen die Kräfte auf Trab. Die Temperaturen mäßigten sich zum Wochenende hin aber auch dort. Hatte das Gesundheitsministerium in den vergangenen Tagen noch die höchste Hitzewarnstufe für mehr als ein Dutzend Städte verhängt, galt diese am Freitag nur noch für das sizilianische Catania und Bari in der Region Apulien.

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