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Hitze, Staus und Warterei - Urlaub beginnt für Tausende mit Nerverei

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Jetzt haben alle Bundesländer eine Woche lang gemeinsam Ferien - der Auftakt dazu geriet zu einer ziemlichen Geduldsprobe.

Stau vor der offenen Peenebrücke von Wolgast auf die Ostsee-Insel Usedom.
Stau vor der offenen Peenebrücke von Wolgast auf die Ostsee-Insel Usedom.
Quelle: dpa

Gesperrte Autobahnen, Probleme an Flughäfen, Hitze und Staus - wer entspannen will, muss häufig erstmal leiden. Aber nun sind alle Bundesländer in den Sommerferien.

Der Start in den Sommerurlaub hat für Tausende Bundesbürger am Wochenende mit Stress und Nerverei begonnen. Besonders heftig traf es Reisende am Flughafen München, wo das Terminal 2 am Samstag wegen einer Kontrollpanne stundenlang lahm lag. Im Waldbrandgebiet bei Potsdam wurden unterdessen die Autobahnen 9 und 10 erneut gesperrt - diesmal wegen eines Gaslecks. In Düsseldorf blieben bereits am Vorabend vier Flugzeuge am Boden, weil sich mehrere Beschäftigte der Abfertigung krank gemeldet hatten.

Gasleck in der Nähe des Waldbrandes

Seit Samstag sind die Schüler bundesweit in der Sommerpause. Bayern war das letzte Bundesland, in dem die großen Ferien anfingen. Auf dem zweitgrößten deutschen Flughafen in München begann der erste Reisetag mit einem Chaos: Im Terminal 2 drang eine Frau unkontrolliert in die Sicherheitszone ein. Nach ihr wurde gefahndet. Die Lage am Flughafen war über Stunden unübersichtlich, für viel Passagiere verzögerte sich die Abreise deutlich. Bis zum Mittag war die Frau nicht gefunden worden. Dennoch wurde die Halle nach fünf Stunden wieder freigegeben.

Das Gasleck unweit des Waldbrandes bei Potsdam wurde am Mittag geschlossen. Der Landkreis hob die Sperrung im Umkreis von rund 1.000 Metern wieder auf. Mehrere Dutzend Anwohner waren laut Augenzeugen zuvor aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. Zudem waren laut Polizei die Autobahnen A9 und A10 am Dreieck Potsdam komplett gesperrt. Dort bildeten sich Staus. Die Feuerwehr unterbrach wegen des Lecks ihre Löscharbeiten, die noch das ganze Wochenende andauern sollten. Zuletzt waren rund 180 Helfer im Einsatz.

Viel Stau und stockender Verkehr

Auch auf anderen Fernstraßen quälten sich Autofahrer in Staus und stockendem Verkehr. Vor allem die Autobahnen in Richtung Süden waren am Samstag voll, wie eine ADAC-Sprecherin sagte. Auf der A9 von Nürnberg in Richtung München, auf dem Münchner Autobahnring A99 und der Salzburger Autobahn A8 bildeten sich schon morgens lange Staus. Auf der A3 bei Passau kam es zu kleineren Unfällen. Urlauber standen laut Polizei in bis zu zehn Kilometer langen Blechkolonnen. Außerdem seien Rastplätze überfüllt gewesen und die Warteschlange an einer Tankstelle habe bis zurück auf die Autobahnspur gereicht.

Hochbetrieb an den Flughäfen

Auch Baden-Württemberg erlebte sein erstes Ferienwochenende des Sommers mit Staus und Unfällen auf den Autobahnen. Das erwartete Verkehrschaos blieb bis zum Samstagmittag aber aus, wie der Verkehrswarndienst in Stuttgart mitteilte. "Der Verkehr läuft recht flüssig", sagte ein Sprecher. Der Flughafen Stuttgart warnte vor Hochbetrieb und forderte alle Passagiere auf, möglichst zwei Stunden vor Abflug am Airport zu sein.

In Düsseldorf blieben vier Flugzeuge mit den Zielen Las Palmas, Abu Dhabi und Kayseri am Freitagabend am Boden. Nach Angaben des Flughafens hatten sich mehrere Mitarbeiter einer Abfertigungsfirma krank gemeldet. Die betroffenen Passagiere seien über Nacht in Hotels untergebracht worden oder vorübergehend wieder nach Hause gefahren, sagte ein Flughafen-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. 60 Menschen hätten in Notbetten im Terminal übernachtet.

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