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Waldbrände an der Côte d'Azur - Tausende fliehen vor den Flammen

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Während bei uns der Regen kaum aufhören will, brennt es in in vielen Gebieten Südeuropas. An der französischen Côte d'Azur mussten Urlauber Ferienhäuser und Campingplätze verlassen, um den Flammen zu entkommen - 10.000 allein in der Nähe von St. Tropez.

Im Süden Europas müssen Feuerwehrleute schwere Waldbrände bekämpfen. In der vergangenen Nacht mussten über 10.000 Menschen in Südfrankreich in Sicherheit gebracht werden.

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Ein riesiger Waldbrand macht ein Ferienparadies an der sonnenüberfluteten Côte d'Azur zum Alptraum. Die Behörden ließen im idyllischen Ort Bormes-les-Mimosas an der Küste zwischen Hyères und dem mondänen Badeort St. Tropez Häuser und Campingplätze räumen. Etwa 10.000 Menschen mussten laut örtlicher Präfektur in Notquartieren wie einer Sporthalle oder einer Segelschule übernachten. Manche zogen an den Strand oder blieben in ihrem Auto. Wann die Entwarnung kommen wird, blieb am Mittwoch unklar.

"Jahrzehnte bis es wieder wie früher ist"

Der Bürgermeister des Touristenortes, François Arizzi, berichtet, dass die Flammen sich in der Nacht rasch näherten. "Alle hatten Angst wegen der Geschwindigkeit des Feuers." Die Campingplätze und Ferienhäuser seien in Ruhe und ohne Panik geräumt worden, erzählt er im Nachrichtensender France-Info. Aus seinem Fenster blickt er auf verbrannten Wald, der früher so prächtig war. Es werde Jahrzehnte dauern, bis alles wieder so sei wie früher, resümiert Arizzi.

Die Region ist ein beliebtes Feriengebiet. Betroffen war auch der Ort La Londes-les-Maures, wo Fotos einen abgebrannten Supermarkt zeigten, sowie die Orte La Croix-Valmer und Artigues.

Feuerwehr bringt Hochadel in Sicherheit

Die in Cabasson östlich von Hyères urlaubende großherzogliche Familie Luxemburgs musste von Feuerwehrleuten in Sicherheit gebracht worden. Dabei waren Großherzog Henri (62), dessen Frau Maria Teresa (61), Alt-Großherzog Jean (96) sowie mehrere Kinder und Verwandte.

Im gesamten Département Var wurden in den vergangenen Tagen etwa 30 Quadratkilometer Wald und Vegetation zerstört. France-Info berichtete, insgesamt seien im Südosten des Landes sowie auf Korsika bereits 50 Quadratkilometer Land abgebrannt - das entspricht fast der Größe des Starnberger Sees in Bayern (58 Quadratkilometer).

Anhaltende Trockenheit und Mistral-Wind

Der Flughafen von Toulon musste zwischendurch geschlossen werden, konnte aber dann den Betrieb wieder aufnehmen. Hunderte Feuerwehrleute waren pausenlos im Einsatz, immer wieder waren Löschflugzeuge über den Flammen und schweren Rauschwaden zu sehen. Einige Rettungskräfte erlitten Verletzungen. Ursache für die Brände sollen die anhaltende Trockenheit und der heiße Mistral-Wind sein.

Die Regierung will angesichts des Chaos in der international bekannten Touristenregion nicht abseits stehen. Staatspräsident Emmanuel Macron versicherte den Menschen seine Solidarität. Regierungschef Edouard Philippe kündigte einen Besuch im Krisengebiet an.

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