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Naturgewalten - Winde am Flughafen: Urlauber sitzen auf Madeira fest

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Gestrandet - dabei waren sie gar nicht mit dem Schiff unterwegs. Seit dem Wochenende hängen tausende Urlauber auf der Atlantik-Insel Madeira fest. Heftige Winde verhindern die Rückreise; alle Flüge nach Deutschland wurden gestrichen.

Der Urlaub verläuft nicht immer erholsam. Doch was muss man sich gefallen lassen? Rechtsanwalt Kay P. Rodegra klärt über Ihre Rechte auf.

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Wegen heftiger Winde an der Küste sind auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira tausende Urlauber gestrandet. Seit dem Wochenende gibt es auf dem Flughafen von Funchal chaotische Zustände. Allein am Sonntag seien bis zum Abend 56 Verbindungen annulliert worden, berichteten portugiesische Medien unter Berufung auf den Flughafenbetreiber ANA. Betroffen waren 5.500 Passagiere - und auch zum Wochenbeginn war zunächst keine Entspannung der Lage in Sicht. Am Montagmorgen gab es nach Auskunft von gestrandeten Urlaubern stundenlang weder Starts noch Landungen. Ab dem Vormittag steuerten schließlich mehrere Maschinen aus Großbritannien die Insel an - und verließen sie wenig später wieder mit erleichterten Touristen an Bord. "Die Briten haben ihre Leute abgeholt, aber die Flüge der deutschen Airlines wurden am Montagnachmittag sogar gänzlich von der Anzeigetafel gestrichen", ärgerte sich eine Deutsche. Informationen dazu, ob und wann sich die Lage ändern sollte, gebe es nicht. Auch Verbindungen etwa nach Paris, Lissabon und Helsinki wurden erneut annulliert.

"Urlaubseffekt völlig hin"

"Die Situation ist sehr belastend", sagte der Anwalt Axel Kiermeyer aus Hamburg, der mit seiner Ehefrau eigentlich am Sonntag zurück in die Heimat fliegen wollte. "Wenn ich meine Klienten so behandeln würde, wie die Fluggesellschaften die Passagiere hier ... so darf man mit Kunden nicht umgehen", erzürnte sich der 43-Jährige über den mangelnden Informationsfluss. "Der Urlaubseffekt ist jedenfalls völlig dahin", sagte Marko, ein Lehrer aus Kiel.

Unverständnis herrsche besonders darüber, dass die drohenden Winde seit Donnerstag bekannt waren, die Airlines sich aber nicht auf die Situation eingestellt hätten, erklärte eine Deutsche am "Aeroporto Internacional da Madeira Cristiano Ronaldo". Der Flughafen war erst vor wenigen Monaten auf den Namen des berühmten Inselsohnes umgetauft worden.

Der Anflug gilt als extrem schwierig, da sich die Landebahn direkt am Steilhang zwischen Atlantik und Bergen befindet. Wegen der Küstenlage wird der Flughafen oft von heftigen Winden heimgesucht. Nach Angaben einer Mitarbeiterin ist es deshalb nicht ungewöhnlich, dass es in Funchal zu Ausfällen kommt. Mehrere Maschinen seien seit Sonntag auf der Nachbarinsel Port Santo gelandet, wo es windstiller sei, so portugiesische Zeitungen. Die Urlauber wurden anschließend mit Fähren nach Madeira gebracht.

Pendeln zwischen Hotel und Flughafen

Viele verzweifelte Touristen schliefen derweil in Funchal auf dem Boden der Terminals. Andere suchten sich privat eine Unterkunft in der Hauptstadt Funchal und pendelten seit dem Wochenende zwischen Hotel und Flughafen, um auf neue Infos zu warten. "Das ist allerdings sehr teuer, allein eine Taxifahrt in die Stadt kostet jedes Mal 45 Euro", sagte eine Betroffene. Einige Airlines hätten Busverbindungen organisiert, andere ließen die Fluggäste völlig im Stich, hieß es.

Die "Blumeninsel" Madeira liegt etwa 950 Kilometer südwestlich von Lissabon und ist vor allem auch bei Deutschen sehr beliebt. Wann die Winde nachlassen und wieder Normalität einkehren sollte, war am Montagnachmittag weiterhin nicht abzusehen.

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