Sie sind hier:

Bundessozialgericht urteilt - Keine höhere Elterngeldzahlung wegen Urlaubsgeld

Datum:

Bei der Berechnung des Elterngeldes geht es für Mamas und Papas um jeden Cent, denn die Höhe ihres Verdienstes ist die Grundlage für die Berechnung des staatlichen Elterngeldes. Das Bundessozialgericht in Kassel hat jetzt entschieden: Jährlich gezahltes Urlaubs- und Weihnachtsgeld zählt nicht dazu.

Geklagt hatte eine Berlinerin, die als Marketing-Managerin bei einem Getränkehersteller arbeitete und nach der Geburt ihrer Tochter 2014 in Elternzeit ging. Sie erhielt im Mai und im November eines Jahres Urlaubs- beziehungsweise Weihnachtsgeld in Höhe von jeweils einem Vierzehntel des vereinbarten Jahresgehalts.

Das Land Berlin berücksichtigte diese Zahlungen bei der Berechnung der Höhe des Elterngeldes jedoch nicht mit. Nur wiederkehrende Löhne seien berücksichtigungsfähig. Nach dem Gesetz können Eltern Elterngeld in Höhe von 67 Prozent ihres durchschnittlichen, zwölf Monate vor der Geburt des Kindes erhaltenen Nettoeinkommens beanspruchen, höchstens 1.800 Euro monatlich.

"Sonstige Bezüge" zählen nicht

Das Bundessozialgericht lehnte in seinem Urteil die Berücksichtigung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes ab. Nach dem Elterngeldgesetz blieben Einnahmen, die im Lohnsteuerabzugsverfahren als "sonstige Bezüge" eingestuft werden, bei der Berechnung des Elterngeldes unberücksichtigt. Es komme zudem auf regelmäßige laufende Zahlungen an.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.