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Russisches Konsulat in San Francisco - Rätsel um Rauch und eine Durchsuchung

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Aus dem Schornstein steigt schwarzer Rauch auf, eine Hausdurchsuchung steht bevor: Kurz vor der Schließung des russischen Konsulats in San Francisco spitzt sich der Streit zwischen Russland und den USA weiter zu. Die russische Führung spricht von einer "Invasion unserer konsularischen Einrichtungen".

Russlands Präsident Putin reagiert auf die US-Sanktionen: 755 Mitarbeiter von US-Vertretungen in Russland müssen das Land verlassen.

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Die US-Geheimdienste hätten für Samstag eine Durchsuchung des Konsulats und der Wohnungen der Mitarbeiter angekündigt, teilte das Außenministerium in Moskau. Die betroffenen Familien sollten das Gebäude für zehn bis zwölf Stunden verlassen. Zuvor hatten Berichte über schwarzen Rauch über dem Konsulat für Aufregung gesorgt.

"Empörende Aktionen"

Außenamtsprecherin Maria Sacharowa kritisierte die drohende Durchsuchung als "Invasion unserer konsularischen Einrichtungen". "Mit solchen empörenden Aktionen belasten die USA die ohnehin angespannte Atmosphäre des bilateralen Dialogs und behindern die weiteren "Kooperationsmöglichkeiten", sagte sie. Eine Stellungnahme aus den USA lag zunächst nicht vor.

Der russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschow kritisierte den Schritt als Verstoß gegen das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen von 1961. Dieses regelt die Kontakte zwischen Staaten und garantiert Diplomaten Immunität. Der Abgeordnete Alexej Tschepa sagte, die drohenden Durchsuchungen erinnerten an den Kalten Krieg.

Feuerwehr schon angerückt

Das Gebäude in San Francisco steht im diplomatischen Streit zwischen Moskau und Washington kurz vor der Räumung. Am Donnerstag hatten die USA Russland aufgefordert, das Konsulat sowie zwei diplomatische Abteilungen in New York und Washington bis Samstag zu schließen.

Zudem nährten die Berichte über dichten Rauch über dem Konsulat so kurz vor der Schließung Spekulationen, was dort verbrannt worden sein könnte. "Nicht nur Papier", mutmaßte ein KCBS-Reporter auf Twitter. Der Rauch sei schwarz und beißend gewesen.

Wegen des Qualms war die Feuerwehr angerückt; sie musste aber nicht eingreifen, weil der Rauch aus dem Schornstein kam. Ein Löscheinsatz sei nicht notwendig gewesen, sagte die Sprecherin der Feuerwehr, Mindy Talmadge. Freitag war ein extrem heißer Tag in San Francisco mit Temperaturen bis 35 Grad. Die Luftaufsichtsbehörde teilte mit, der Vorfall werde geprüft. Starke Luftverschmutzer können sich an heißen Tagen eine Strafe einhandeln.

Was verbrannt wurde, blieb offen

Sacharowa erklärte, dass die Mitarbeiter das Gebäude vor der Schließung "konservieren" würden. Fenster müssten geschlossen und verriegelt, der Strom abgeschaltet und die Wasserversorgung unterbrochen werden, schrieb sie auf Facebook. Dass wegen des Rauchs aus dem Schornstein die Feuerwehr anrückte, bezeichnete sie als "Zirkus". Die Konsulats-Mitarbeiter seien lediglich bemüht, mit dem Verriegeln des Gebäudes "die russisch-amerikanischen Beziehungen zu erhalten - für bessere Zeiten". Was verbrannt wurde, blieb offen.

Die Außenamtssprecherin bekräftigte Russlands vehementen Protest gegen das US-Vorgehen und drohte mit Gegenmaßnahmen. "Das ist nicht unsere Wahl - das wird uns aber aufgezwungen", schrieb sie. Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja betonte indes, Moskau wolle bei den Vereinten Nationen in New York weiter eng mit Washington zusammenarbeiten.

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