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Kapitänin des US-Fußballteams - Rapinoe will nicht ins "beschissene Weiße Haus"

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US-Fußballstar Megan Rapinoe hat im Falle eines WM-Sieges so gar keine Lust auf einen Besuch bei Präsident Trump. "I'm not going to the fucking White House", stellte sie klar.

Megan Rapinoe am 24.06.2019 in Reims
US-Fußballstar Megan Rapinoe will nicht ins Weiße Haus.
Quelle: picture alliance / abaca

Die Spielführerin des US-Frauenfußball-Nationalteams machte ihre Unlust in einem am Dienstagabend veröffentlichten Video-Interviewausschnitt des US-Fußballmagazins "Eight By Eight" mit drastischen Worten deutlich: "I'm not going to the fucking White House" (deutsch: "Ich werde nicht in das beschissene Weiße Haus gehen"), sagte sie auf die Frage, ob sie sich nach einem möglichen Gewinn des WM-Titels über eine Einladung des US-Präsidenten freuen würde.

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Ohnehin habe sie Zweifel, dass die Mannschaft im Fall eines Titelgewinns eingeladen werde, fügte die 33-Jährige hinzu. In der zuvor erschienenen Print-Ausgabe des Magazins hatte Megan Rapinoe den Grund dafür genannt: Trump versuche zu verhindern, dass Teams eingeladen würden, die ihn ablehnten.

Kämpferin für Gleichberechtigung

Die Offensivspielerin, die das US-Team am Montag beim 2:1 über Spanien mit zwei Elfmetern ins WM-Viertelfinale geschossen hatte, bezieht immer wieder politisch Stellung und macht sich damit nicht nur Freunde. Im September 2016 hatte sich Rapinoe als eine der ersten weißen Sportlerinnen dem Protest des Footballers Colin Kaepernick angeschlossen, der sich aus Protest gegen Polizeigewalt und rassistische Diskriminierung bei der US-Nationalhymne hingekniet hatte. Inzwischen hat der US-Fußballverband seinen Spielerinnen diese Geste verboten.

Rapinoe singt die Hymne jedoch nicht mit und steht mit den Armen hinter dem Rücken da, statt die rechte Hand auf das Herz zu legen, wie es sonst bei US-Sportlern üblich ist. Rapinoe ist eine Vorkämpferin für eine gleiche Bezahlung von Fußballerinnen, sie hat mit anderen Nationalspielerinnen deswegen den US-Verband verklagt. Im Juni 2018 posierte sie mit ihrer Lebensgefährtin, der Basketballspielerin Sue Bird, als erstes gleichgeschlechtliches Paar nackt auf dem Cover des US-Sportmagazins "ESPN".

Trump: Rapinoe soll "erst mal GEWINNEN"

US-Präsident Donald Trump reagierte per Tweet auf Rapinoes Äußerungen: "Sie sollte nicht respektlos gegenüber unserem Land, dem Weißen Haus oder unserer Flagge sein, zumal so viel für sie und ihre Mannschaft getan worden ist", schrieb Trump am Mittwoch. Rapinoe solle "erst mal GEWINNEN, dann REDEN", und ihre Arbeit erledigen.

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