Sie sind hier:

Rakka-Offensive - US-Militär schießt syrisches Kampfflugzeug ab

Datum:

Erstmals im Syrienkrieg hat die amerikanische Armee ein Kampfflugzeug des syrischen Militärs abgeschossen. Grund war den Vereinigten Staaten zufolge ein Angriff auf eine verbündete Gruppe.

Es ist ein neuer Versuch, die Kämpfe in Syrien zumindest lokal zu begrenzen: Vier Schutzzonen im Land sollen der Bevölkerung Zuflucht bieten. Beobachtern zufolge haben die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen in den Zonen seither nachgelassen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Das US-Militär hat erstmals ein Kampfflugzeug der syrischen Luftwaffe abgeschossen. Ein F-18 Super Hornet habe in einem Akt der "kollektiven Selbstverteidigung" für einen Verbündeten gehandelt und einen Jagdbomber des Typs SU-22 der syrischen Regierung getroffen, teilte Pentagon-Sprecher Jeff Davis mit. Grund dafür sei ein Angriff auf die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) gewesen, auf die Bomben abgeworfen worden seien. Der Abschuss sei in der Nähe der umkämpften Stadt Tabka erfolgt.

Russland als syrischer Verbündeter sei zuvor aufgefordert worden, einen Stopp der Angriffe auf das Rebellenbündnis SDF zu veranlassen. Die US-geführte Koalition gegen die Islamisten-Miliz IS wolle nicht gegen das syrische Regime, regierungstreue Truppen oder das russische Militär kämpfen. Sie zögere aber nicht, sich selbst und Verbündete zu verteidigen. Die syrische Armee bestritt die Angriffe auf die Rebellen. Stattdessen habe der Kampfjet die IS-Miliz attackiert.

Kampf um die Stadt Tabka

Seitdem die USA mit der Rekrutierung und dem Training moderater syrischer Kräfte im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat begonnen haben, versprachen die Vereinigten Staaten, die Kämpfer im Angriffsfall durch das syrische Militär zu schützen. Dies war nun das erste Mal, dass es in dem Zuge zu einem tatsächlichen Luftkampf kam.

Der IS und die SDF kämpfen seit Wochen um die Stadt Tabka. Sie ist eine wichtige Stellung in dem Konflikt um Al-Rakka, die letzte IS-Hochburg in Syrien. Der Abschuss des SU-22-Jagdbombers könnte eine neue Eskalationsstufe in dem Konflikt darstellen.

Das Pentagon bekräftigte jedoch, dass die USA keinen Kampf mit der syrischen Regierung suchten. Die Mission der US-geführten Koalition sei lediglich, den IS in Irak und Syrien zu besiegen. Die Vereinigten Staaten würden jedoch nicht zögern, Bündnispartner und Verbündete vor Bedrohungen zu verteidigen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.