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Atomkonflikt - Trump droht Nordkorea mit "Feuer, Wut und Macht"

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Donald Trump hat dem Regime in Pjöngjang indirekt militärische Gewalt angedroht: Wenn Nordkorea seine Drohungen fortsetze, werde diesen "begegnet mit Feuer, Wut und Macht, wie die Welt es so noch nicht gesehen hat", sagte der US-Präsident am Dienstag.

Der Konflikt um Nordkorea verschärft sich weiter: Der UN-Sicherheitsrat hatte einstimmig neue Strafmaßnahmen gegen Nordkorea beschlossen. Auch China und Russland stimmten für die Sanktionen, die die weitere Entwicklung von Atomwaffen verhindern sollen.

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Zuvor war bekannt geworden, dass Nordkorea auf dem Weg zur vollwertigen Atommacht weitergekommen ist. Nach Erkenntnissen der USA und Japans ist das Regime Kim Jong Uns in der Lage, seine Raketen mit Miniatur-Atomsprengköpfen zu bestücken. Wie die "Washington Post" am Dienstag unter Berufung auf vertrauliche Geheimdiensterkenntnisse berichtete, funktioniert dies auch mit Interkontinentalraketen. Ein in Tokio veröffentlichtes Weißbuch des japanischen Verteidigungsministeriums kommt zu dem gleichen Schluss.

Gefährlichster Konflikt der Welt

Sollte dies der Fall sein, könnte es die Führung in Pjöngjang "zu selbstsicher" machen und zu riskanten militärischen Provokationen verleiten, hieß es in Japan. In dem knapp 570 Seiten langen Bericht wird auch auf zwei Atomtests und 20 weitere Tests mit ballistischen Raketen im Vorjahr verwiesen.

Der Bericht der "Washington Post" kommt zu der Einschätzung, dass Nordkorea nach Ansicht des Geheimdienstes DIA (Defence Intelligence Agency) bei seinem Programm viel schnellere Fortschritte macht als bisher angenommen. Der jetzt bekannt gewordene Schritt sei für Nordkorea ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer vollwertigen Atommacht. Er vergrößere die weltweiten Sorgen.

Der Konflikt mit dem kommunistisch regierten Land gilt als der derzeit gefährlichste der Welt. Japan und Südkorea sind Verbündete der USA, dem Erzfeind der Führung in Pjöngjang. Beide Länder fühlen sich durch das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas zunehmend bedroht.

Kim: US-Festland in Reichweite

Trotz aller Verbote des UN-Sicherheitsrates sowie aller Warnungen hatte Nordkorea am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10 000 Kilometern.

Als Reaktion auf den Raketentest hat der UN-Sicherheitsrat am Wochenende die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea verhängt.

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un hatte nach dem Test gesagt, das Festland der USA sei jetzt in Reichweite. Nach Einschätzung amerikanischer Experten wäre eine solche Rakete in der Lage, auch Städte wie Los Angeles oder Chicago zu erreichen.

Bis zu 60 Atomwaffen

Nach Einschätzung der USA verfügt Nordkorea über das Potenzial für bis zu 60 Atomwaffen. Unabhängige Experten wie der ehemalige Direktor des US-Atomlabors in Los Alamos, Siegfried Hecker, sprechen von 20-25 Bomben. Die "Washington Post" zitiert Hecker mit der Ansicht, man solle die von Nordkorea ausgehende Gefahr nicht übertreiben.

Japans neuer Verteidigungsminister, Itsunori Onodera, hatte am Freitag gefordert, die Angriffskapazitäten seines Landes zu stärken. Kritiker befürchten, dass Japans pazifistische Verfassung verletzt werden könnte. Artikel 9 verbietet die Anwendung von Gewalt zur Beilegung internationaler Streitigkeiten.

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