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Besuch in Polen - Trump: Der Westen kann nicht gebrochen werden

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US-Präsident Trump ist vor dem G20-Gipfel in Hamburg nach Polen gereist. Dort warf er Russland "destabilisierendes" Verhalten vor. Zudem hielt er in Warschau eine Rede über die Rolle der westlichen Allianz. Diese könne nie gebrochen werden, sagte er - und bekannte sich zur NATO-Beistandspflicht.

Erste Station der Europareise von Donald Trump ist Polen. Bei unserem östlichen Nachbarn ist die Begeisterung für den amerikanischen Präsidenten groß.

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Trump verband sein Bekenntnis zur NATO-Beistandspflicht mit einer Forderung an die europäischen Mitgliedsstaaten: Die USA stünden fest hinter dem Artikel 5 des Nordatlantikvertrags, sagte er und fügte hinzu: "Worte sind einfach, aber es sind die Taten, die zählen. Und für seinen eigenen Schutz muss Europa - und ihr wisst das, jeder weiß das, jeder muss es wissen - muss Europa mehr tun." Europa müsse beweisen, "dass es an seine Zukunft glaubt, indem es sein Geld darin investiert, diese Zukunft zu schützen", erklärte der Präsident. Die Beistandspflicht bedeutet, dass der NATO-Bündnisfall für alle Mitgliedsstaaten eintritt, wenn ein Staat von außen angegriffen wird.

"Nie die Hoffnung verloren"

Vor seiner Weiterreise zum G20-Gipfel nach Hamburg wurde Trump bei dem Auftritt in Warschau gefeiert. Bei seiner Rede an das polnische Volk jubelten ihm Hunderte Menschen auf dem Krasinski-Platz in Warschau zu. Unter den Zuhörern war auch Polens früherer Gewerkschaftsführer und späterer Präsident Lech Walesa, der maßgeblich am Widerstand gegen die einstige sozialistische Führung beteiligt war.

Trump sprach dem polnischen Volk seine Anerkennung aus für dessen unerbittlichen Widerstand gegen feindliche Einflüsse, sei es von Nazi-Deutschland oder auch aus Russland. "In diesen dunklen Tagen habt ihr Euer Land verloren, aber ihr habt nie Euren Stolz verloren", rief Trump den Polen zu. "Die Geschichte Polens ist die Geschichte eines Volkes, das nie die Hoffnung verloren hat, das nie zerbrochen ist und das nie vergessen hat, wer es ist", sagte der US-Präsident.

Zuvor hatte Trump Russland "destabilisierendes" Verhalten vorgeworfen. Konkretisiert hat er den Vorwurf nicht. Der US-Präsident äußerte den Vorwurf bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda in Warschau. "Unsere Zusammenarbeit mit Polen ist eine Antwort auf die russischen Aktivitäten und sein destabilisierendes Verhalten", sagte Trump.

Polen hatte zuvor erklärt, das Land wolle US-Raketen des Typs "Patriot" kaufen. Verteidigungsminister Antoni Macierewicz bestätigte den Waffendeal. Die "Patriots" sollen Teil der polnischen Verteidigung gegen mögliche Aggressionen aus Russland sein.

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