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Hamburg - G20: Zweites Treffen von Trump und Putin

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Während des G20-Gipfels in Hamburg hat es ein zweites Gespräch zwischen US-Präsident Trump und dem russischen Präsidenten Putin gegeben. Das Weiße Haus betonte, dass es sich um eine "kurze Unterhaltung nach dem Essen" handelte. Für Trump Gelegenheit, wieder per Twitter gegen die Medien zu wettern.

Emmanuel Macron hat erstmals als Präsident den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag beigewohnt. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg war US-Präsident Trump als Ehrengast dabei.

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Beim G20-Gipfel in Hamburg haben US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin nach neuen Angaben des Weißen Hauses ein weiteres Gespräch miteinander geführt. Nach einer kurzen gegenseitigen Begrüßung zu Beginn des Gipfels vor anderthalb Wochen sowie einem gut zweistündigen Gespräch hätten die beiden Staatschefs sich beim späteren Abendessen erneut ausgetauscht, teilte das Weiße Haus am Dienstag (Ortszeit) mit.

Spekulationen über Inhalt

Das Gespräch habe am Ende des Abendessens stattgefunden, sagte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses der Nachrichtenagentur AFP. Die Mitteilung löste in Washington Spekulationen aus, worum es bei dem Gespräch ging, wer außer den Präsidenten beteiligt war und warum es bisher unerwähnt geblieben war.

Mehrere US-Medien, darunter die "Washington Post" und CNN berichteten dagegen, dass sich Trump während des Abendessens der Staats- und Regierungschefs in der Hamburger Elbphilharmonie von seinem Platz neben Japans Ministerpräsident Shinzo Abe entfernt und neben Putin gesetzt habe. Das Gespräch der beiden, begleitet nur von einem russischen Dolmetscher, habe rund eine Stunde gedauert, heißt es in den Medienberichten.

Ein anderer Vertreter des Weißen Hauses erklärte, es habe kein "zweites Treffen" zwischen Trump und Putin bei dem G20-Gipfel gegeben, es habe sich vielmehr um eine "kurze Unterhaltung am Ende des Abendessens" gehandelt. "Die Andeutung, dass das Weiße Haus versucht hat, ein zweites Treffen zu 'verbergen', ist falsch, boshaft und absurd", erklärte der US-Vertreter.

Trump bei Twitter: Sogar ein Abendessen schon böse

Er führte aus, dass Trumps Frau Melania während des Gipfelessens neben Putin platziert gewesen sei. Im Laufe des Essens seien alle anwesenden Staats- und Regierungschefs durch den Raum geschritten, um sich ungezwungen miteinander zu unterhalten. Trump habe mit vielen Teilnehmern gesprochen, sei am Ende des Essens schließlich zu seiner Frau gegangen und habe bei dieser Gelegenheit kurz mit Putin gesprochen.

Trump reagierte mit Vorwürfen gegen die Medien. Die sogenannten Fake News würden immer unehrlicher, schrieb Trump auf Twitter. Sogar ein Abendessen für alle 20 Staats- und Regierungschefs werde nun schon als böse dargestellt. Die "Fake News Geschichte" des geheimen Abendessens mit Putin sei "krank", schrieb Trump auf Twitter. Alle G20-Staatenlenker und deren Ehepartner seien von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeladen worden. "Die Presse wusste das!", so Trump. Die Unterhaltung sei zwanglos gewesen, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Michael Anton. "Eine Konversation während des Nachtisches sollte nicht als Treffen charakterisiert werden", sagte Anton.

Weißes Haus: Nur ein Übersetzer pro Paar

Das Weiße Haus wies auch Bedenken zurück, weil Trump dabei die Dienste von Putins Übersetzer in Anspruch genommen hatte. Jeder Staats- und Regierungschef und sein jeweiliger Partner hätten nur einen Übersetzer gehabt, im Fall des Ehepaars Trump sei dies ein Japanisch-Übersetzer gewesen. Daher sei Putins Übersetzer zum Einsatz gekommen, erläuterte das Weiße Haus.

Trump steht wegen der Russland-Kontakte seines Wahlkampfteams unter Druck. In der Affäre ermitteln derzeit mehrere Kongressausschüsse sowie die Bundespolizei FBI und der vom Justizministerium eingesetzte Sonderermittler Robert Mueller. Sie gehen dem Verdacht möglicher Absprachen zwischen Trump-Mitarbeitern und der Führung in Moskau während des Präsidentschaftswahlkampfes im vergangenen Jahr nach.

Zuletzt war der Druck auf Trump durch Enthüllungen über seinen ältesten Sohn nochmals gewachsen. Donald Trump junior gab zu, sich 2016 inmitten des Wahlkampfes mit der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja getroffen zu haben - in der Erwartung, belastendes Material über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zu erhalten.

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