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US-Senator Graham - Trump erwägt Verzögerung beim Truppenabzug

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Donald Trump will die US-Soldaten schnell aus Syrien abziehen. Kritiker warnen eindringlich vor diesem Schritt. Jetzt scheint der Präsident zumindest das Tempo etwas zu drosseln.

Beim Abzug der US-Soldaten aus Syrien will Trump sicherstellen, dass der IS dauerhaft besiegt wird und alle Beteiligten geschützt werden, so US-Senator Graham auf Twitter.

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US-Präsident Donald Trump erwägt nach Angaben des einflussreichen republikanischen Senators Lindsey Graham eine Verzögerung des Abzugs der US-Truppen aus Syrien, bis die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vollständig besiegt ist. "Der Präsident versteht die Notwendigkeit, die Arbeit zu Ende zu bringen", sagte Graham am Sonntag nach einem zweistündigen Gespräch mit dem Präsidenten in Washington. Er fügte hinzu: "Ich denke, wir befinden uns in einer Pausensituation." Bislang hatte Trump betont, der Abzug solle sofort erfolgen.

IS müsse zunächst "vollständig" besiegt sein

Der Senator von South Carolina gilt als ein enger Vertrauter Trumps. Bei dem Treffen im Weißen Haus habe ihm der Präsident "Dinge gesagt, die ich nicht wusste und die mir ein viel besseres Gefühl dazu geben, worauf wir in Syrien zusteuern", sagte Graham. Er gehe davon aus, dass Trump entschlossen ist, den IS vor dem Truppenabzug "vollständig" zu besiegen.

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Donald Trump
Donald Trump will sich laut Aussage von Senator Lindsey Graham beim Abzug der US-Truppen aus Syrien jetzt doch mehr Zeit lassen.
Quelle: ap

Trump denke "lang und hart" über Syrien und den Ablauf des Truppenrückzugs nach, sagte Graham weiter. Dabei spiele für Trump auch der Schutz der mit den USA verbündeten kurdischen Milizen eine Rolle. Die Kurden im Norden Syriens fürchten nach dem Abzug der US-Truppen eine weitere Offensive der Türkei. Außerdem solle der Iran nicht der "große Gewinner" des Rückzugs der USA werden.

Der Präsident hatte am 19. Dezember den vollständigen Abzug der rund 2.000 US-Soldaten aus Syrien angekündigt und erklärt, der IS sei "weitgehend besiegt". Die überraschende Ankündigung stieß nicht nur bei den Verbündeten Washingtons im Kampf gegen den IS auf Unverständnis, sondern löste auch in den USA scharfe Kritik aus.

Senator hatte schnellen Truppenabzug als Fehler bezeichnet

Graham hatte Trump vor dem Treffen aufgefordert, den Truppenabzug zu überdenken. Im Fernsehsender CNN sagte Graham, der IS sei noch nicht besiegt. Es müsse sicher gestellt werden, dass die Dschihadistenmiliz "niemals" zurückkehre. Er wollte Trump auffordern, darüber mit seinen Generälen zu beraten. Graham hatte Trumps Entscheidung bereits zuvor als "großen Fehler" bezeichnet.

Wenn die US-Truppen jetzt abzögen, würden die Kurden "massakriert", sagte der Senator. Und "wenn wir die Kurden im Stich lassen und sie massakriert werden, wer wird uns künftig helfen?", fügte er hinzu. Der frühere Kritiker Trumps, der jetzt als sein Vertrauter gilt, warnte außerdem davor, Syrien den Iranern zu "übergeben". Nach seinen Worten wäre das für Israel ein "Albtraum".

Der angekündigte US-Rückzug könnte ein Machtvakuum vor allem im Norden Syriens hinterlassen. Dort sind kurdische Milizen aktiv, welche die Regierung in Damaskus aus Furcht vor einer türkischen Offensive nach dem geplanten Abzug der US-Truppen um Hilfe gebeten haben. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) hatten den IS bislang mit Unterstützung des US-Militärs bekämpft.

Angesichts des Abzugspläne Washingtons hatten sich Russland und die Türkei am Samstag zu einer engen Abstimmung ihrer künftigen Einsätze in Syrien abgesprochen. In die Kooperation soll auch der Iran einbezogen werden. Der nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, John Bolton, soll am kommenden Wochenende nach Israel und die Türkei reisen, um die Abzugspläne zu erörtern.

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