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US-Demokraten - Wer tritt an gegen Präsident Trump?

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Das Feld der demokratischen Kandidaten, die den amtierenden Präsidenten und Republikaner Donald Trump ablösen möchten, ist schon jetzt gefüllt - zwei Jahre vor der Wahl.

Donald Trump während einer Veranstaltung in Pennsylvania
Donald Trump während einer Veranstaltung in Pennsylvania
Quelle: reuters

In den vergangenen Wochen haben immerhin 15 Politiker ihre Kandidatur für die Vorwahlen der Demokraten angekündigt. Deutlich früher, deutlich mehr Bewerber und auch deutlich mehr Frauen als sonst. Wer von ihnen hat tatsächlich eine Chance, Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu werden und gegen Präsident Trump anzutreten?

Aktuell geht es für mögliche Kandidaten vor allem um die Finanzierung eines möglichen Wahlkampfs 2020 und die Suche nach Unterstützern. Im Laufe des Jahres wird sich herauskristallisieren, wer genug Gewicht hat, bis zu den Vorwahlen im Rennen zu bleiben. Bereits jetzt erzeugen vor allem die folgenden Namen hohe Aufmerksamkeit in amerikanischen Medien wie der "New York Times", der "Washington Post" oder dem "Wall Street Journal".

  • Kamala Harris

Kamala Harris
Quelle: reuters

Die 54-jährige Kamala Harris aus Kalifornien ist Juristin und in ihrer ersten Amtszeit als Senatorin. Zuvor war sie sechs Jahre lang oberste Staatsanwältin in Kalifornien. Sie gilt als taff, ist eine besonders scharfe Kritikerin von Donald Trump und gehört zum linken, progressiven Flügel der Demokraten. Gerne wird sie mit dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama verglichen und passt zu dem neu gewählten, eher weiblichen und vielfältigen demokratischen Repräsentantenhaus. Besonders wichtig sind ihr eine Einschränkung des Waffenrechts, die staatliche Krankenversicherung und eine finanzielle Absicherung für ärmere Familien.

  • Joe Biden

Ex-Vizepräsident Joe Biden
Quelle: reuters

Der ehemalige Vizepräsident Joe Biden hat zwar noch nicht offiziell seine Kandidatur verkündet, tritt aber laut seinem Umfeld zu "95 Prozent" an. Diese Kandidatur wäre bereits seine dritte für das Amt. Biden blickt auf eine lange politische Karriere zurück - Vor- und Nachteil im Wahlkampf. Er dürfte wohl genug Geld für den Wahlkampf sammeln und ist populär, auch durch die acht Jahre an der Seite von Barack Obama. Politisch steht er weniger links als andere Bewerber und könnte somit für eine breitere Masse attraktiv sein. Andererseits ist er bereits 76 Jahre alt und könnte für jüngere Demokraten zu den 'alten weißen Männern' gehören, die das Selbstverständnis vieler Amerikaner zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr widerspiegeln.

  • Beto O’Rourke

Archiv: Beto O’Rourke am 05.02.2019 in New York
Beto O’Rourke
Quelle: ap

Diese Woche gab auch der 46 Jahre alte Beto O’Rourke aus Texas seine Kandidatur bekannt. Er verlor bei den Senatswahlen im US-Bundesstaat Texas gegen den bekannten Republikaner Ted Cruz. Allerdings so knapp, dass der bis dahin auf nationaler Ebene kaum bekannte Politiker die Wahlen trotzdem als Erfolg verbuchte, wählt Texas doch traditionell republikanisch. Sein zentrales Thema ist Immigration, er spricht fließend Spanisch und positioniert sich stark gegen Trumps Mauerpläne, die gerade seine Heimatstadt El Paso an der mexikanischen Grenze betreffen würden. Zudem steht er für mehr Klimaschutz und unterstützt eine staatliche Krankenversicherung.

Er will Präsident werden: Beto O'Rourke

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2 min
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Die wichtigsten Kandidaten haben sich entschieden

Schon diese drei völlig unterschiedlichen Bewerber zeigen, wie offen das Feld der demokratischen Präsidentschaftskandidaten ist und weiterhin bleibt. Messen müssen sie sich bereits jetzt mit politischen Schwergewichten wie Elizabeth Warren, Amy Klobuchar oder Bernie Sanders. Möglicherweise schließen sich noch einige an, doch alle wichtigen Bewerber haben sich inzwischen entschieden. Im Falle von Hillary Clinton oder dem ehemaligen New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg auch gegen eine Kandidatur. Die endgültige Entscheidung fällt im Frühjahr 2020 bei den Vorwahlen der Demokraten. Präsident Trump befindet sich schon jetzt im Wahlkampfmodus und sagte am Donnerstag: "Wer auch immer es ist, ich werde es mit ihm oder ihr aufnehmen."

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